Training - FIT for LIFE Magazin

Trailrunning kann man lernen

Immer mehr Kursangebote

Trailrunning ist nicht ganz so einfach, wie man denkt. Mittlerweile gibt es zahlreiche Kursangebote, wo man die wichtigsten Punkte lernen und Gleichgesinnte treffen kann.

Copyright: Ivan Neyer

Die steigende Beliebtheit von Trailrunning hat ihre Wirkung nicht verfehlt. Schweizweit bestehen zahlreiche Angebote, mit denen die wachsende Zielgruppe als Kundschaft ins Visier genommen wird. Der Kanton Graubünden fördert seit zwei Jahren mit dem Projekt «graubünden Trailrun» die Sportart im ganzen Kanton (www.graubuendentrailrun.ch).

Eines der Angebote ist «Trail2Gether», welches sich vor allem an Einsteiger richtet. An den vier Standorten Sargans, Lenzerheide, Küblis und Scuol werden gratis verschiedene Schnupper- und Einsteigertrainings angeboten, an denen lokale Guides den Teilnehmern die wichtigsten Technikkniffs in Sachen Uphill und Downhill oder zur Stocktechnik zeigen. Testmaterial von Dynafit wird dabei zur Verfügung gestellt (www.swisstrailguide.com/trail2gether).

Laut dem «Trail2Gether»-Verantwortlichen Michael Lenz interessieren sich wie gewünscht vorwiegend Einsteiger für das Angebot. Doch Trailrunning-Einsteiger seien nicht gleichbedeutend mit LaufEinsteigern. «Die meisten können bereits problemlos eine Stunde oder länger laufen und viele haben auch schon einen Halbmarathon oder gar Marathon absolviert», so Lenz. «In den Kurs kommen sie, weil sie wissen wollen, worauf es auf Trails und im Gebirge ankommt und welche Ausrüstung sie brauchen. Ein wichtiger Grund für viele ist zudem, dass sie Gleichgesinnte treffen möchten.»

Ein Teilnehmer eines «Trail2Gether»- Kurses in Sargans war Edi Nietlispach. Der 38-Jährige ist sportlich vielseitig, schwimmt, läuft, fährt Ski und spielt Badminton. Läuferisch möchte er nicht mehr nur wie gewohnt flache und relativ kurze Trainingsrunden absolvieren, sondern mehr und länger im Gebirge rennen und auch Trailläufe bestreiten. Nach dem Kurs hat er das Gelernte gleich mit einem Lauf aufs Schnebelhorn umgesetzt. «Das hat Spass gemacht, obwohl sich die 800 Höhenmeter bergab mit einem zünftigen Muskelkater rächten.» Auch Sahra Walter war in Sargans dabei. Die 28-Jährige aus Schaffhausen läuft ebenfalls regelmässig, aber bislang eher aus Vernunft und weniger aus Leidenschaft. So sagte sie sich: «Wenn schon laufen, dann mit Spass und möglichst in der Natur und in den Bergen. Mit dem Kurs wollte ich wissen, was es dabei alles zu beachten gilt.»

Wer mehr Zeit investieren will als bei «Trail2Gether», ist bei den How-To-Trailrun-Weekends von Salomon am richtigen Ort (www.urs-baumgartner.ch). Im Gegensatz zu den Trail2Gether-Kursen sind diese durch die aufwändige Organisation und Übernachtung allerdings kostenpflichtig.

Vor allem beim Trailrunning in den Bergen sind geführte Angebote mit ortskundigen Führern und Gepäcktransport zunehmend gefragt, entsprechend werden sie mittlerweile schweizweit überall und in verschiedenen Formen angeboten.

Wöchentliche Trail-Treffs
Eine weitere Initiative von «graubünden Trailrun» sind sogenannte «TrailTreffs» (www.trailtreff.ch). Das Prinzip dabei ist simpel: Anbieten können einen Lauftreff alle, die wollen, ganz nach dem Motto – von Trailrunner zu Trailrunner. Teilnehmen oder sich über das Angebot informieren kann man, indem man sich der WhatsApp-Gruppe in seiner gewünschten Region anschliesst.

Mit den unterschiedlichen Aktivitäten will «graubünden Trailrun» laut Projektleiter Thomas Häusermann die Bevölkerung und auch die Politik für das Thema sensibilisieren. «Wir möchten die Trailrunning-Kultur langfristig fördern und vielseitig verankern. Wir erhalten laufend neue Anfragen für Trailtreffs und sammeln diese auf unserer Webseite. Wenn dann im ganzen Kanton 30 oder mehr wöchentliche Gruppen unterwegs sind, werden wir besser wahrgenommen. Und dann kann eine Destination auch ihre Gäste auf das Angebot aufmerksam machen. Viele finden das sicher spannend, wenn sie mit einem lokalen Trailrunner laufend die Gegend entdecken können.»


12. und 13. August 2021
«graubünden Trailrun»- Kongress


Mit dem ersten «graubünden Trailrun»-Kongress in Klosters soll eine Plattform für die stark wachsende Trailrun-Community und Interessierte aus Tourismus und Gewerbe geschaffen werden. Der Kongress findet direkt im Vorfeld des Trailrunning-Events «Madrisa Trail» statt, an dem bei der letztjährigen Premiere bereits über 500 Frauen und Männer teilgenommen haben.

Der erste Kongressteil am Donnerstagnachmittag steht unter dem Motto «Welches Potential hat Trailrunning für den Tourismus?» und thematisiert den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Impact der Trendsportart auf die Tourismusregionen. Am Freitagvormittag kommen die Sportlerinnen und Sportler auf ihre Kosten. Athleten der Szene und Experten aus verschiedenen Bereichen referieren über Trainingsmethoden, Leistungsdiagnostik, Ernährung und mentale Stärke. Das Programm finden Interessierte unter www.graubuendentrailrun.ch

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