Training - FIT for LIFE Magazin

Einstieg ins Laufband-Training

Indoor-Training als Winteralternative

Sie möchten gelegentlich auf einem Laufband laufen? Das gilt es bezüglich Lauftechnik und Tempo zu beachten.

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Im Vergleich zum Laufen im Gelände, fällt auf dem Laufband die Zugphase komplett weg. So muss man jeweils das Bein nur nach vorne bringen, die Zugbewegung macht dann das Laufband. Dies ist der grösste Unterschied und führt dazu, dass man auf dem Laufband in der Regel eine höhere Leistung erzielt als auf der Laufstrecke. Wenn man einen Grossteil seiner Laufeinheiten auf dem Laufband absolviert, kann dadurch eine muskuläre Dysbalance zwischen Oberschenkelvorder- und -rückseite entstehen. Diese muss unbedingt durch ein entsprechendes Krafttraining ausgeglichen werden. Zudem macht man auf dem Laufband durch die «Gratiszugphase » tendenziell gerne etwas zu lange Schritte. Darum sollte ein Hauptaugenmerk auf die Schrittfrequenz gelegt werden. Ein enger Ellenbogenwinkel (Toblerone-Dreieck) hilft, die Schrittfrequenz auch auf dem Laufband bei mindestens 160, besser sogar bei 180 Schritten pro Minute zu halten. Eine weitere Besonderheit des Laufbandes: Es fehlt der Luftwiderstand. Darum sollte man bei Trainings auf dem Laufband eine Steigung von 1–2 % einstellen. Dabei muss man aber auch vorsichtig sein. Gerade Läuferinnen und Läufer mit fragilen Achillessehnen kann diese fixe Steigung ein Problem bereiten. Ein letzter wichtiger Punkt: Meist sind an den Laufbändern auch TV-Bildschirme angebracht. Nur leider befinden sich diese für die richtige Lauftechnik völlig am falschen Ort. Sprich, wenn man während des Laufbandtrainings auf den Bildschirm schaut, neigt sich der Kopf nach vorne unten. Diese Haltung ist Gift für das ganze neuromuskuläre System. Darum ganz wichtig: Auch bei Einheiten auf dem Laufband soll der Blick rund 10–15 m nach vorne auf den Boden gerichtet werden. Also – wenn unbedingt nötig – lieber Musik im Ohr als die Lieblingsserie auf dem Bildschirm schauen!

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