Intravenöse Infusionen gelten als Doping

Dopinggefahr bei Eiseninfusionen

Gemäss aktuellen Anti-Doping-Bestimmungen (2015) sind intravenöse Infusionen bei Sportlern verboten, wenn das Gesamtvolumen der Infusion 50 Milliliter übersteigt.

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Dieses Verbot gilt unabhängig von der Art des gelösten Wirkstoffes. Ab einem Volumen von 50 mL sind auch reine Kochsalz- oder Glukoselösungen verboten. Einzige Ausnahme von diesem Verbot sind Infusionen, die im Rahmen eines Spitalaufenthaltes, eines chirurgischen Eingriffs oder einer klinischen Untersuchung verabreicht werden. Medizinisch wird bei Sporttreibenden häufig ein Eisenmangel diagnostiziert, der vielfach mit Eisentabletten oder -infusionen therapiert wird. Aber Achtung! Auch Eiseninfusionen sind bei Sporttreibenden verboten, sofern das Eisen in mehr als 50 mL Trägerlösung gelöst ist. Um einen möglichen Dopingverstoss zu vermeiden, ist es ratsam, wenn immer möglich Eisen in Form von Tabletten einzunehmen. Ist dies nicht erfolgreich, kann das Eisen wenig oder unverdünnt langsam intravenös mittels einer Bolusinjektion verabreicht werden (Volumen ≤ 50 mL). Auf jeden Fall ist bei Sportlerinnen und Sportlern eine vorgängige Besprechung mit den behandelnden Ärzten angezeigt.

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