Valle Maira: Bike-Paradies im Piemont

Geheimtipp für Genusssportler

Das Valle Maira in den italienischen Westalpen ist ein Paradies für Mountainbiker.

Copyright: Marius Stahlberger/ZVG

Die italienischen Westalpen sind eine wirtschaftlich schwache Region. Sie werden auch als Alaska Europas bezeichnet. Nicht etwa wegen tiefer Temperaturen, sondern weil die Gegend mit bloss zwei Einwohnern pro Quadratkilometern zu den am dünnsten besiedelten Gebieten Europas gehört. Nach dem Zweiten Weltkrieg verliessen die Leute die Dörfer gleich scharenweise. Denn mit der einsetzenden Industrialisierung lockten die Fabriken in Turin und Umgebung mit Jobs und boten so eine willkommende Alternative zum entbehrungsreichen Leben in den Bergen. Geblieben sind verlassene Weiler, die in den Wäldern versinken und unzählige Sentieri, welche die Siedlungen verbinden. Zum Glück für die Zurückgebliebenen: Denn heute eröffnen die Pfade aus der Vergangenheit eine Perspektive für die Zukunft, als Magnet für Mountainbiker.

Die Militärstrassen hat die Gegend der nahen Grenze zu verdanken. Sie sind zwar für Biker, die gerne technische Herausforderungen meistern, wenig interessant, dafür lassen sich auf den Zufahrtsstrassen zu den Hochebenen einfache Höhenmeter sammeln, was unglaubliche Ausblicke garantiert – und meist findet sich für die Abfahrt ein attraktiver Singletrail.

Rund zwanzig Tourenvorschläge hat der umtriebige Schweizer Rentner Peter Vogt zusammengestellt, mit insgesamt 760 Kilometer und 28610 Höhenmeter. Wer sie alle abspulen will, muss mindestens zwei Wochen einplanen – und darf derweil kräftig futtern. Sorgen um die Kalorien muss man sich nicht, denn in der Pensione Ceaglio serviert die Hoteliersfamilie jeden Abend einen grandiosen Siebengänger.

Lust auf mehr? Autor und VJ Marius Stahlberger hat das Valle Maira per Bike besucht und seine Impressionen im folgenden Video festgehalten: