Swissman Xtreme Triathlon 2014

Erlebnisbericht von Mathis Marugg

Der Swissman Xtreme Triathlon gehört zu den härtesten Langdistanztriathlons der Welt. FIT for LIFE-Leser Mathis Marugg war im Juni 2014 live dabei und berichtet von seinem grössten Sportabenteuer.

Mathis Marugg auf der Laufstrecke. (Copyright: Jacqueline Marugg)
Mathis Marugg auf der Tremola. (Copyright: Jacqueline Marugg)
Schritt für Schritt ins Ziel: Mathis Marugg. (Copyright: Jacqueline Marugg)
Schwimmstart. (Copyright: Swissman)
Unter dem Giessbachfall. (Copyright: Swissman)
Finisherzeremonie auf der Kleinen Scheidegg. (Copyright: Swissman)

«Mit einem mulmigen Gefühl und halbwach mache ich es mir kurz vor vier Uhr morgens an Bord des Schiffes bequem und harre der Dinge, die da kommen sollen. Ich stehe nicht das erste Mal vor einer sportlichen Herausforderung, aber dieses Mal stehen die Vorzeichen auf ein erfolgreiches Unternehmen denkbar schlecht. Dazu muss man wissen, dass ich nicht zu der bewundernswerten Gruppe von Athleten gehöre, welche pro Woche 15 – 20 Stunden in ihre Trainings investieren können. Und auch gehöre ich nicht zu denjenigen, welche eine angeborene Grundschnelligkeit besitzen. Aber über die Zeit habe ich Strategien entwickelt, wie mein Körper Langdistanzwettkämpfe überstehen und meistern kann.

Essentiell ist für mich zum Beispiel, dass ich die Originalstrecken soweit als möglich kenne. Sicher bin ich nicht der Einzige, dem das zweite Befahren der gleichen Strecke merklich kürzer und einfacher vorkommt als das erste. In dieser Hinsicht gestaltete sich die Vorbereitung des Swissman vermeintlich einfach. Lediglich die Strecke vom Start bis auf den Gotthardpass war mir gänzlich unbekannt. Aber da die Pässe in diesem Jahr erst spät von Schnee befreit wurden, musste ich lange zuwarten, um die Wissenslücke zu schliessen. Dabei bin ich so richtig eingegangen und das bereits nach 70 km in der Steigung nach Faido. Völlig entkräftet und frustriert musste ich in Airolo in den Zug steigen, ohne auch nur einen Höhenmeter des Gotthardpasses gesehen zu haben! Ok, ich hätte mich vielleicht nicht durch die drei Rennradfahrer pushen lassen sollen, welche sich in Biasca in den Windschatten gehängt hatten. Aber wars nur das? «Wie willst Du die 180 km Rennrad bestehen, wenn Du bereits an der Anfahrt scheiterst? Das packst Du niemals. Du wirst auch langsam älter...» tönte es in mir drin.

Ich hatte das Abenteuer Swissman bereits teilweise abgeschrieben, als ich mich am nachfolgenden Wochenende für einen Tag Gleitschirmfliegen in Grindelwald entschieden hatte. Bei stahlblauem Himmel hatte ich den Schlussanstieg der Laufstrecke während des ganzen Flugs vor Augen. Nach der Landung war für mich klar: Da möchte ich einfach hochkommen! An Auffahrt radelte ich erneut die Strecke von Ascona Richtung Airolo ab, diesmal darauf bedacht, den Motor nicht zu überhitzen und den Puls unter Kontrolle zu halten. Und siehe da, die Beine fühlten sich noch einigermassen frisch an, als ich den Anstieg Richtung Gotthard in Angriff nahm. Auch die ersten Meter Kopfsteinpflaster hatte ich erfolgreich gemeistert und für mich die äussersten 30 – 40 cm der Strasse als die «angenehmsten» auserkoren. Dann wurde ich aber kurz nach Motto Bartola von Holz und Schnee auf der Tremola gestoppt und musste den Rest des Anstiegs auf der neuen Passstrasse absolvieren. Euphorisch, den ersten Pass diesmal so mühelos bezwungen zu haben, stieg auch meine Zuversicht, dass es mit dem Swissman doch klappen könnte und so hatte der Hammermann ein einfaches Spiel und stoppte mich auf noch nicht einmal dem ersten Drittel im Aufstieg zum Furka abrupt. Binnen Minuten fühlten sich die Beine leer an und in der Brustgegend hatte ich ein beklemmendes Gefühl wie vor einer wichtigen Prüfung. Die Status-SMS nach Hause an meine Frau endete mit «Swissman muss ich abhaken. Sehr schade.»

In einer ähnlichen Lage war ich vor Jahren einmal, als ich vor meinem ersten Inferno Triathlon feststellen musste, dass mein Trainingsstand für die gesamte Strecke niemals ausreichen würde. Konsequenterweise hatte ich mich damals vom Wettkampf abgemeldet und einem Athleten auf der Warteliste Platz gemacht. Aber diesmal hatte ich das Gefühl, beide Male vom Körper im Stich gelassen worden zu sein. Das beklemmende Gefühl in der Brustgegend hatte ich über die letzten zwei Jahre sporadisch mal und darum war ich froh, als meine Frau kurzfristig einen Termin bei einem Kardiologen für ein Belastungs-EKG organisieren konnte. Das Resultat war beruhigend: Kein Anzeichen irgendeiner Anomalie. Und trotzdem schlief ich jeden Abend mit dem Gedanken ein, mich am nächsten Tag vom Wettkampf abzumelden. Und ich wachte mit dem Wunsch auf, es wider alle Vernunft doch zu versuchen.

Wer versucht, kann scheitern, wer nicht versucht, ist schon gescheitert
Über dieses Zitat bin ich eine Woche vor dem Start des Swissman gestolpert und diese Zeile ist schuld, dass ich also am 21. Juni 2014 kurz vor fünf Uhr auf den Brissago Inseln ins Wasser steige. Die Strategie ist denkbar einfach: So gemütlich wie möglich, so weit wie möglich voranzukommen. Und das heisst, als erstes die 3,8 km Richtung Blinklicht in Ascona hinter mich zu bringen. Angenehme 21 Grad Wassertemperatur kommen mir und meiner mässigen Freude am Schwimmen entgegen. Warum zum Geier schmerzt mein Kopf nach noch nicht einmal der halben Schwimmstrecke? Ah ja, das Sicherheitsfeature für morgendliches Schwimmen im See, ein hinten unter die Badehaube gesteckter Leuchtstab, schmiegt sich unliebsam bei jedem Zug an den Hinterkopf. Kurz frage ich mich, wie ich den Druck lindern könnte, lasse dann aber das Weitergrübeln sein. Die Energie brauche ich später anderweitig. Nach 1 Stunde und 17 Minuten habe ich den Strand erreicht und kann die unerfreuliche Einstimmung in einen langen Tag abhacken.

In der Wechselzone stehen meine zwei Geheimwaffen für den heutigen Wettkampftag bereit. Zum einen werde ich seit Jahren das erste Mal wieder einen Wettkampf über stetige Pulskontrolle versuchen zu meistern, zum anderen habe ich mein aerodynamisches Karbon-Rennrad zu Hause gelassen und stattdessen mein 13 Jahre altes Alurennrad mitgebracht. Noch heute kann ich mich daran erinnern, wie mich der Velohändler damals ausgelacht hatte, als ich zum Triple vorne eine Mountainbike-Kassette hinten habe montieren lassen. Aber in der Vergangenheit hatte ich damit sehr gute Erfahrungen in langen und teils steilen Anstiegen gemacht. Und so geht’s los über die Magadino-Ebene und die Leventina hoch Richtung Airolo. Puls schön um die 130 halten, gut verpflegen und trinken und ja nicht von anderen Swissmännchen und –weibchen zu allzu schnellem Tempo verleiten lassen. Nach ca. dreieinhalb Stunden Anfahrt beginnt mit der Einfahrt in die Kopfsteinpflasterabschnitte des Gotthardpasses die Gesässmassage und das Durchgeschüttelt werden. Aber momentan stört mich das nicht sonderlich. Vielmehr habe ich Mitleid mit dem Kollegen, welcher sich mit Aerohelm und Zeitfahrmaschine am Berg merklich schwertut. Mit wenigen Ausnahmen schaffe ich dem Puls unter 145 zu halten und nach 4 Stunden 45 Minuten ist die erste Passhöhe ohne grössere Schwierigkeiten bezwungen. Meine beiden umsorgenden Supporter halten alles bereit, was dem Sportlergaumen nach 94 km Gel und Isogetränken Freude macht: Salzstangen und Bündner Fleisch – in kleinen Mengen wohlgemerkt.

Die Abfahrt vom Gotthard nutzt mein Magen, um die Leckereien zu verdauen und schon gehts mit perfektem Rückenwind Richtung Realp. Noch fühle ich mich gut mit nur einer leichte Müdigkeit in den Beinen. Ab den ersten Metern im Anstieg zum Furkapass kommt die kleine Übersetzung meines Rennrads voll zum Tragen und mit jedem geschafften Höhenmeter steigt meine Zuversicht, die Rennradstrecke vielleicht doch erfolgreich beenden zu können. Die enge Strasse und der nervige Verkehr vermögen mich heute nicht aus der Fassung zu bringen. Nach 6,5 Stunden Fahrzeit ist auch die Furka geschafft und fast wäre ich an meinem Supporterfahrzeug vorbeigefahren. Die beiden hatten es sich im Wagen bequem gemacht und hatten mich noch eine Weile nicht erwartet.

Glückshormone auf der Furkapasshöhe
Mein Körper schüttet die ersten Glückshormone aus, denn mit dem Erreichen der Furkapasshöhe weiss ich innerlich, dass ich die Wechselzone in Brienz erreichen werde. Die Abfahrt Richtung Gletsch ist ein wahres Vergnügen und der anschliessende Anstieg Richtung Grimsel – so weiss ich aus früherer Erfahrung – sieht von unten anspruchsvoller aus als er in Wirklichkeit ist. Drei langgezogene Kehren und schon kann ich die Beine nach der Grimselpasshöhe auf der Abfahrt Richtung Innertkirchen baumeln lassen. Den nervigen kleinen Zwischenanstieg vor Meiringen und die letzten flachen 15 km Richtung Brienzersee sind keine wirklichen Hindernisse mehr und nach 8,5 Stunden auf dem Rennrad biege ich in die Wechselzone ein. Geschafft – dass ich bis hierhin komme, hätte ich einen Tag zuvor noch nicht für möglich gehalten. Eine kurze Kopfrechnung während dem Zubinden der Laufschuhe: «9 Stunden Zeit für die abschliessende Laufstrecke? Das könntest Du durchspazieren. Das Ziel müsste problemlos erreichbar sein!». Gefährliche Gedanken, wie sich noch zeigen sollte.

Die ersten Meter der Laufstrecke fühlen sich gut an und gemeinsam mit meiner Frau Jacqueline auf dem Mountainbike, habe ich entlang dem Brienzersee alles Notwendige dabei, was man sich wünschen kann: Essen, Getränke und Unterhaltung. Bis kurz vor Bönigen läuft denn auch alles wie am Schnürchen. Dann werden die schattenspendenden Bäume aber immer rarer und schliesslich bleibt mir keine andere Wahl mehr, als in der brütenden Nachmittagshitze zu laufen. In den Bergen war das tolle Sommerwetter äusserst angenehm. Die Pässe sind hoch genug, dass die Temperaturen im Aufstieg erträglich waren und die Abfahrten problemlos ohne Windstopper gefahren werden konnten. Jetzt aber merkt man auf gerade mal 570 m ü.M., dass die Sonne die Luft im Verlauf des Tages tüchtig aufgeheizt hat. Mit jedem Schritt fühle ich, wie die Beine schwerer werden, der Magen droht mit einem Verdauungsstreik und mein Anteil an der Unterhaltung mit meiner Supporterin reduziert sich auf ein zustimmendes «ja» oder «mhm», ohne auch nur noch halbwegs über die gestellte Frage nachzudenken. Auch mein zweiter in Bönigen wartende Supporter Roland kann mit seiner bereitstehenden Ess- und Trinkbox wenig daran ändern. Die Luft ist raus und der Körper hat nur noch das Bedürfnis, sich in den Schatten eines Baumes zu legen und auszuruhen.

Wo gibts hier Brunnen?
«Los weiter, du kennst das doch schon aus anderen Wettkämpfen. Nur jetzt nicht stehenbleiben.» Und so jogge ich weiter durch Bönigen Richtung Wilderswil. Die Gedanken in meinem Kopf werden zusehends negativer: «Gerade mal ein Drittel der Laufstrecke geschafft und Du bist schon so platt? Ach, wäre jetzt an Bad im Lago Maggiore toll.» In dem Moment nähern wir uns einem plätschernden Brunnen am Wegrand. Ich weiss genau, mit Kühlung verhält es sich wie mit Cola trinken. Einmal damit begonnen, schreit der Körper immer wieder danach, aber wir sind hier ja im Berner Oberland, wo allenthalben ein Brunnen steht. Die Arme gekühlt und die Mütze mit Wasser getränkt geht’s raus aus Bönigen. Aber bereits Minuten später ist das angenehme Gefühl verflogen. «Hoffentlich gibt’s beim Schiessstand da vorne einen Brunnen». In einem luziden Moment wird mir bewusst, dass meine Supporterin alle möglichen Esswaren, Isogetränke und Cola auf dem Rücken mitschleppt, nur Wasser hatten wir keines eingepackt, da mein Magen zu so fortgeschrittener Wettkampfzeit wenig Freude an reinem H2O bekundet. So kommt es, wie es kommen musste. Beim Schiessstand steht natürlich kein Brunnen, 500 m später ist’s aus mit Joggen. Ich könnte jetzt behaupten, zügig nach Wilderswil marschiert zu sein, in der Realität hätte mich aber in dem Zeitpunkt so mancher Sonntagsspaziergänger überholt. Die Gedanken kreisen nur noch um zwei Themen. «Beim nächsten Verpflegungsposten bei der alten Holzbrücke steht glaub ich ein Brunnen links an der Strasse. Wie zum Geier willst Du nur schon nach Grindelwald hochkommen, wenn die kleine Steigung vor Wilderswil Dir den Atem raubt? War’s das? Scheiterst Du auf der flachen Laufstrecke?» Nach einer gefühlten Ewigkeit erreiche ich endlich den Verpflegungstreffpunkt in Wilderswil und – kein Brunnen!

«Oben bei der Kirche hat es einen Schlauch», meint die nette Helferin des Swissman. «Etwas heilige Unterstützung kann ich jetzt gebrauchen», denke ich mir und nehme dafür die zusätzlichen Höhenmeter über ein paar Treppentritte hoch in Kauf. Roland spritzt mir neben Armen und dem Kopf auch gleich noch die Beine mit dem kühlen Nass ab, bevor ich mich wieder auf den Weg mache. Mein Magen hat sich inzwischen beruhigt, aber die Leere in den Beinen stimmt mich wenig zuversichtlich für die kommenden Steigungen. Die Rampe nach Gsteigwiler hoch erscheint mir endlos und die schwatzend vorbeiziehenden französischen Kollegen beneide ich um jedes Joule Energie. «Du kennst die Strecke hier doch. Denk nach, wo steht der nächste Brunnen.» Eine Wasserflasche habe ich zwar inzwischen dabei, aber das ist nichts im Vergleich mit der Wohltat von kühlem Brunnenwasser. Nach zwei weiteren Brunnen in Gsteigwiler – inzwischen ziehe ich Brille und Mütze nicht mehr aus, sondern tauche Kopf und Arme bis zu den Schultern in den Brunnen – signalisiert mein Körper erstmals wieder «versuchs mit leichtem Traben». Auf der restlichen Distanz nach Zweilütschinen teile ich mein Leid mit Vegard Bitnes, dem norwegischen Trainer der Schweizer Top-Biathletinnen. Seine Schützlinge haben ihn als «Strafe» zum Swissman angemeldet. Ich will nicht wissen, wie er seine Mädels jeweils über die Berge scheucht...

Beine und Magen: alles rebelliert
Km 22, die Hälfte der Laufstrecke ist geschafft. Nach der Verpflegung in Zweilütschinen spüre ich, wie sich die Beine erholen und der Magen rebelliert zumindest nicht mehr, wenn er etwas Gel zugeführt bekommt. Im Tal weht ein angenehmes Windchen, Brunnen gibt es in jedem Weiler mehrere und die Moral kehrt langsam zurück. Kräfteschonend marschiere ich in den Steigungen, die flachen Passagen kann ich wieder laufend bewältigen – ein tolles Gefühl, wieder etwas zügiger voranzukommen! Mitgefühl habe ich mit den beiden Swissmen, welche es sich auf einer Bank liegend bequem gemacht haben und die Abendsonne dösend auf sich wirken lassen. Erneutes Abkühlen im Brunnen und schliesslich stelle ich schmunzelnd fest, dass meine brandneue Pulsuhr noch vor meinem Körper den Geist aufzugeben droht. Nach 13,5 Stunden mag sie meine Position nicht weiter tracken. Was solls, kurz vor Grindelwald kann ich inzwischen darauf verzichten, den Puls stetig zu kontrollieren. Und was die Cut-Off Zeiten angeht, muss ich mich nicht mehr fürchten.

In Grindelwald angekommen tauscht Jacqueline ihr Bike gegen die Laufausrüstung, ich schnappe mir meinen Laufrucksack mit dem vorgeschriebenen Material und wir machen uns zu zweit auf die letzten 9 km, während Roland das Bike verstaut, sich den grossen Bergrucksack mit den Kleidern für nach dem Wettkampf und die Übernachtung greift und per Bahn zur Kleinen Scheidegg hochfährt, um uns da zu empfangen. Kommenden Teilnehmern des Swissman kann ich folgendes auf den Weg mitgeben: Der Schlussanstieg beginnt steil, in müdem Zustand sogar gefühlt sehr steil. Hat man Brandegg aber einmal erreicht, wird es mit jedem Kilometer einfacher. Ab Alpiglen müssen schon alle Stricke reissen, damit man es nicht mehr ins Ziel schafft. Auf die helfenden Brunnen verzichte ich inzwischen dankend, denn die Sonne verschwindet gerade hinter den Bergen und die Temperatur sinkt mit zunehmendem Bergwind. Beim Aufstieg plaudern wir ein wenig mit dem brasilianischen Teilnehmer, der seinen «worst day ever» erlebt, wie er uns erzählt. Die Laufwechselzone hat er vor seinem Supporter erreicht, weshalb er die ersten 28 km Laufstrecke mit ausgeliehenen, zu grossen Laufschuhen und ohne eigene Verpflegung absolvieren musste. Mit Getränken und Knabbereien von anderen Teilnehmern hat er mit Sicherheit noch mehr gelitten als ich in meiner Krise über sieben bis acht Kilometer. Aber wir sind alle auf gutem Weg, das Ziel zu erreichen. Ab Alpiglen läuft es mir unglaublich und unverständlich gut. Die Kräfte sind zurück und die letzten Kilometer hoch zum Ziel fliege ich praktisch.

21:43 – vorbei an der letzten Swissman Flagge und über die Ziellinie. Es ist geschafft. Das Gefühl ist unbeschreiblich und die Müdigkeit im Moment nicht mehr spürbar. Was weder ich noch meine Supporter für wahrscheinlich gehalten hatten, ist eingetroffen. Wir sind im Ziel. Ein familiärer Händedruck der Swissman Organisation vor einer phänomenalen Bergkulisse zu Kuhglockenklängen ohne grossen Zuschauerrummel – einzigartig, unvergesslich und so passend zum Event. Herzlichen Dank an die Swissman Organisation für den erlebnisreichen Tag, ein grosses Merci an meine beiden treuen Supporter und besten Dank an all die plätschernden Brunnen unterwegs. Ich weiss nicht, ob ich ohne diese das Ziel erreicht hätte!»

FIT for LIFE-Leser Mathis Marugg (44) ist CIO der Goldbach Group / Leiter der Informatik. Nach 13 intensiven Jahren im Tanzsport (lateinamerikanische Tänze) in der nationalen Spitzenklasse ist er nun begeisterter Ausdauer-Athlet mit vorlieben für lange und extreme Distanzen.

Swissman Xtreme Triathlon 2014

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