Nachgefragt bei Ultraläuferin Jasmin Nunige

«Strassenlauf, Trailrun und Bergmarathon in Einem»

Die Schweizerin Jasmin Nunige aus Davos hat die 10. Austragung der Tour de Tirol gewonnen. Im Interview verrät die Berglauf-Spezialistin, warum ihr das Mehrtages-Rennen so gefällt.

Jasmine Nunie an der Tour de Tirol 2015 (Copyright: ZVG)
Copyright: Pressebild Tour de Tirol

Jasmin Nunige, Sie haben bereits zum dritten Mal an der Tour teilgenommen. Was macht die Tour für Sie so speziell?

Für mich ist die Tour de Tirol einfach ein genialer Anlass. Es ist ein sehr anspruchsvoller Wettkampf über drei Tage und es werden alle Fähigkeiten eines Läufers gefordert. So muss man Strassen-, Trail- und Berg-Laufen beherrschen. Zudem spielt die Erholungsfähigkeit eine grosse Rolle. Für mich ist diese Kombination eine grosse Herausforderung und es macht Spass, wenn man dann am dritten Tag spürt, dass immer noch etwas geht.

Wie unterscheidet sich Ihre Vorbereitung auf die Tour de Tirol von jener auf ein eintägiges Rennen?

Was die Vorbereitung betrifft, ist diese für mich gleich, wie bei den anderen Bergmarathons oder auch längeren Trailläufen. Wichtig ist, dass man in den letzten Tagen genug Erholung einplant, damit man frisch und ausgeruht an den Start gehen kann.

Wie schaffen Sie eine rasche Erholung nach dem Marathon, damit Sie am Sonntag nochmal Gas geben können?

Das Wichtigste für eine schnelle Erholung ist, nach dem Wettkampf genug zu essen und zu trinken. Ganz wichtig sind dabei die ersten dreissig Minuten nach dem Zieleinlauf, da der Körper in dieser Phase die Speicher am besten füllen kann. So nehme ich nach einem Wettkampf jeweils nach dem Zieleinlauf einen Regenarationsshake zu mir. Danach gibt es unten im Dorf eine ausgewogene Mahlzeit, wobei ich persönlich Fisch und Reis bevorzuge. Sollte dann noch etwas Zeit bleiben, ist gegen einen kurzen Powernap auch nichts einzuwenden.

Welche Momente der diesjährigen Tour sind Ihnen in spezieller Erinnerung geblieben?

Sicherlich der Zieleinlauf vom Samstag auf der Hohen Salve und der Zieleinlauf am Sonntag in Söll. Auch speziell war für mich, dass ich am Sonntag mit meiner ganzen Familie, meinen Eltern und guten Freunden den Sieg bei einem feinen Nachtessen feiern durfte.