Zwei Badekappen übereinander tragen

Schutz und Wärme

Immer wieder sieht man Triathleten, die an Wettkämpfen zwei Badekappen übereinander tragen. Was bringt das?

Copyright: Andreas Gonseth
Copyright: Andreas Gonseth

Bei Wasser-Massenstarts sowie beim Schwimmen im offenen Gewässer bringt die «Doppel-Badekappe» gleich mehrere Vorteile:

Mehr Halt: Wettkampf-Bademützen sind oft aus leichtem Latex gefertigt und rutschen bei längeren Strecken gerne vom Kopf. Zieht man sich eine festere Silikon-Badekappe unter, hält die Latex-Hülle zuverlässiger am Kopf. Gerade Schwimmerinnen mit längeren Haaren stellen mit einer untergezogenen Silikon-Kappe sicher, dass keine Haare aus der Kappe rutschen. Wer nur eine Kappe tragen und diese nicht verlieren will, kann sich mit Tape behelfen und die Bademütze an der Stirn und an den Seiten festkleben.

Mehr Wärme: Über den Kopf geht relativ viel Körperwärme verloren. Zwei Bademützen halten den Kopf bei kühlen Wassertemperaturen daher wärmer als nur eine. Bei sehr kalten Temperaturen empfiehlt es sich, als erste Schicht eine Neopren-Kappe überzuziehen.

Bessere Sicht: Verrutschte oder abgerissene Schwimmbrillen sind im Gerangel eines Massenstarts keine Seltenheit. Das Risiko lässt sich minimieren, indem man eine Silikon-Badekappe unterzieht, dann die Brille satt aufsetzt und zum Schluss die Wettkampf-Badekappe darüber stülpt. Will man nur eine Kappe verwenden, lohnt es sich, die Schwimmbrille unter der Bademütze zu tragen. Allerdings haften die Gummibänder der Schwimmbrille auf einer Gummiunterlage deutlich besser als auf nassen Haaren.

Kein Risiko: Grundsätzlich gilt: Je fettfreier das Haar, desto fester der Halt der Mütze. Doch aufgepasst: Wer im Wettkampf keine Überraschungen mit wegrutschenden Badekappen erleben will, sollte die Haare davor besser nicht mit Pflegespülung waschen oder mit Pflege-Öl behandeln. Auch Sonnencreme auf der Stirne kann die Badekappe ungewollt ins Rutschen bringen.

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