Artikel - FIT for LIFE Magazin

Wie verpflegen sich Spitzenläufer?

Die Distanz macht den Unterschied

Was kann man als Breitensportler von den Spitzensportlern lernen?

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Entscheidend ist die Wettkampfdauer. Spitzenläufer absolvieren 5 km und auch 10 km meist ohne oder nur mit minimaler Verpflegung. Das ist auch verständlich, beträgt bei ihnen die Renndauer nicht einmal 15 (5 km) oder knapp 30 Minuten (10 km). Bei einem Hobbyläufer kann die Renndauer aber bei einem 10-km-Lauf leicht gut über eine Stunde betragen. Generell gilt daher: Ab einer Renndauer von über einer Stunde sollten sich sowohl Spitzen- wie auch Breitensportler mit Kohlenhydraten verpflegen. Dabei ist es wichtig, dass man bereits sehr früh (spätestens nach 30 Minuten Renndauer) im Wettkampf damit anfängt und nicht die erste Stunde abwartet und erst dann trinkt oder isst. Spitzenläufer trinken bei solchen Distanzen vorwiegend und essen nichts. Die optimale Dosierung wie auch die Konzentration der Kohlenhydratgetränke ist von folgenden Faktoren abhängig: Gewicht des Athleten, Aussentemperatur, Anzahl der zur Verfügung stehenden Verpflegungsmöglichkeiten und Leistungsniveau des Sportlers. Das Ganze ist also sehr komplex, dazu auch sehr individuell und beruht auf viel Erfahrung. Zu beachten ist zudem, dass sich Spitzenläufer im Wettkampf von Beginn weg am absoluten Limit befinden, Hobbyläufer hingegen häufig – zu Recht – noch etwas Reserve haben und sich bei der Verpflegung auch etwas mehr Zeit nehmen können. Der wichtigste Grundsatz für alle: Keine Experimente im Wettkampf! Darum sollte jeder Hobby- wie auch Profisportler sein Verpflegungskonzept gezielt und mehrfach im Vorfeld im Training austesten. Und dazu gehört nicht nur herauszufinden, was man verträgt, sondern beispielsweise auch, wie man am besten nach einem Becher greift, wenn man mit vollem Tempo unterwegs ist.

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