Unfall während einer Sportveranstaltung

Wer haftet?

Bei einem Inline-Rennen verletzt sich ein Skater. Wäre es Aufgabe des Veranstalters gewesen, die Tramschiene abzudecken, oder ist der Inline-Skater selber schuld?

Copyright: Swiss-Image

Bei allen Sportveranstaltungen gilt im Grundsatz: Lesen Sie jeweils die genauen Teilnahmebedingungen! Die Veranstalter definieren die Wettkampfregeln. Mit der Anmeldung an einem Inline-Rennen bestätigen die Teilnehmer, dass sie sich bewusst sind, dass dies eine Sportart mit hoher Geschwindigkeit ist und ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht. Wer zum Beispiel konkret beim Swiss Inline-Cup mitmacht, muss sogar bestätigen, dass er sich bewusst ist, dass auch Verletzungen mit dauerhaften Behinderungen möglich sind oder solche, die gar zum Tode führen. Mit der Anmeldung bestätigen Sie, dass Sie auf eigenes Risiko teilnehmen, sich schützen (Helm, Schoner) und dass die Versicherung gegen Unfall und Krankheit Sache der Teilnehmer ist. Sportveranstalter weisen in der Regel explizit darauf hin, dass sie jegliche Haftung ablehnen und dass zum Beispiel Massnahmen des im Einsatz stehenden professionellen Rettungsdienstes individuell in Rechnung gestellt werden.

Im Wettkampfreglement des Zürich Marathon wird zum Beispiel hingewiesen, dass die Anordnungen des Streckendienstes zu befolgen sind. Und auch hier findet sich der Passus: Die Teilnehmer nehmen auf eigenes Risiko und auf eigene Verantwortung teil. Der Organisator übernimmt bei Unfällen oder Krankheiten keine Verantwortung. Selbstverständlich muss bei einer Sportveranstaltung die Strecke vernünftig abgesichert werden, dies gehört zu den Bewilligungsbedingungen, die der Veranstalter einhalten muss, damit er überhaupt die Bewilligung für die Durchführung des Sportanlasses erhält. Dennoch bietet dies keine Gewähr, dass kein Unfall passieren kann.

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