Umknicken beim Trailrunning verhindern

Slackline als Training für Läufer

Sie haben beim Bergablaufen im Gelände Angst vor einem Misstritt? Viktor Röthlin erklärt, was man ausser regelmässiger Fussgymnastik sonst noch tun kann, um ein Umknicken zu verhindern.

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Laufen im Gelände hat viel mit der Wahl des Laufschuhs zu tun, denn heutzutage wird für jeden Untergrund ein passendes Schuhwerk angeboten. Im Gelände eignet sich eine nicht zu dicke Sohle mit wenig «Höhenunterschied» von der Ferse bis zum Vorfuss (tiefe Fersensprengung) und gutem Grip. Beides kann zusätzliche Sicherheit verschaffen. Der Grund: Bei einer flacheren Sohle liegt der Fuss näher am Boden, wodurch Sie ein besseres Gefühl für Unebenheiten haben.

Doch auch selber können Sie aktiv werden. Neben regelmässiger Fussgymnastik sorgt ein gutes Gleichgewicht für mehr Sicherheit im Gelände. Auf plötzliche Veränderungen des Untergrunds reagieren Sie mit einer guten Muskelkoordination schneller und besser. Und diese wiederum können Sie mit Gleichgewichtsübungen trainieren. Eine Slackline eignet sich dafür besonders gut. Sie können das Gleichgewicht aber auch auf einer x-beliebigen instabilen Unterlage trainieren. Nur schon das Stehen auf einem Bein mit geschlossenen Augen ist eine herausfordernde Mini-Trainingseinheit für das Zusammenspiel Ihrer Muskeln. Trainieren Sie Ihre Koordination auch im Gelände, indem Sie im Wald ab und zu spielerisch bewusst abseits der breiten Wege über Wurzeln, Baumstämme und Steine laufen. Variieren Sie dabei das Tempo und den Laufrhythmus oder laufen Sie auch einmal seitwärts oder rückwärts. Eine verbesserte Muskelkoordination lernen Sie nur, indem Sie sich immer wieder aufs Neue herausfordern. Schaffen Sie daher absichtlich Situationen, in denen Sie sich etwas überwinden müssen. So gelangen Sie Schritt für Schritt zu mehr Sicherheit beim Bergablaufen.

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