Triathlon: besser mit oder ohne Neopren?

Schneller Wechsel contra frischere Beine

Wenn es die Wassertemperatur zulässt: Soll man im Triathlon besser mit oder ohne Neo schwimmen, wenn man als guter Schwimmer ohne fast genauso schnell ist?

Copyright: Andreas Gonseth

Das Sporttrainer-Team hat vor kurzer Zeit mit einem Triathlon-Profi einen interessanten Test in einem Schwimmkanal gemacht. Er ist während 4 Minuten eine konstante Geschwindigkeit von 1:17 Minuten pro 100 m geschwommen. Einmal mit und einmal ohne Neopren. Mit dem Neopren hat der Schwimmer 2–2.5 mmol Laktat produziert, was einem Trainingsbereich GA1 – GA2 entspricht. Ohne Neopren waren es hingegen um die 4 mmol Laktat, was bereits Wettkampftempo oder darüber ist. Der Test zeigte: Ein Neopren bringt auch für gute Schwimmer extrem viel. Dennoch gilt es bei kürzeren Distanzen für gute Schwimmer abzuwägen. Wenn Sie also bei einem Kurztriathlon locker in der Badehose mit der Spitze mitschwimmen, dann können Sie durchaus ohne Neopren starten und so beim ersten Wechsel Zeit sparen. Die Gefahr, ohne Neo im Schwimmen zu viel zu machen und schon etwas «blau» aufs Rad zu steigen, ist dabei allerdings vorhanden. Ein weiterer Vorteil mit Neopren: Sie können im Wasser die Beine hängen lassen, was sich positiv auf die Rad und Laufleistung auswirkt.

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