Techniktraining mit dem Starrlauf

Ein ideales Wintertraining

Hohe Trittfrequenzen und das dauernde Pedalieren machen ein Starrlauftraining zu einer anspruchsvollen Angelegenheit.

Copyright: Scott Bikes

Velos mit Starrlauf haben nur einen Gang und besitzen keinen Freilauf, die Kurbeln drehen also dauernd mit, wodurch die Trittfrequenz von der Geschwindigkeit abhängig ist. Je nach Gang werden bei hohen Tempi Umdrehungszahlen von bis zu 140 pro Minute erreicht. Das Training mit einem Starrlaufvelo bietet eine gute Möglichkeit, die Tritttechnik zu optimieren und wird meist in den Wintermonaten praktiziert. Die Dauer beträgt etwa 30– 90 Minuten und die gewählte Strecke ist leicht hügelig, damit unterschiedliche Frequenzen gefahren werden (müssen). Je geübter der Fahrer, desto mehr Hügel werden eingebaut. Der Effekt eines solchen Trainings ist eine Ökonomisierung des «Runden Tritts», und auch Fahrtechnik und Umgang mit dem Rad werden geübt. Der Starrlauf zwingt den Fahrer, immer vorauszuschauen und auch vorauszudenken, da die Beine immer drehen und kein Freilauf vorhanden ist. Ein solches Training ist nicht ganz ungefährlich, denn werden Verkehr oder eine Kurve falsch eingeschätzt, kann es schnell zu einem Sturz kommen. Aus diesen Gründen muss man sich an ein Starrlauftraining herantasten. Es gibt zwei einfache Möglichkeiten, sich in einem «sicheren» Rahmen mit dieser Trainingsform auseinanderzusetzen. Die eine ist das Fahren auf einer Bahn, was z.B. in Oerlikon oder Grenchen möglich ist. Es werden auch geführte Kurse angeboten, um die Technik sicher zu erlernen. Die zweite Variante ist, mit seinem gewohnten Rad eine Starrlauf-Trainingseinheit zu simulieren. Suchen Sie sich dazu eine hügelige und verkehrsarme Strecke aus und legen sie einen Gang ein, der auf der Fläche eine Trittfrequenz von 80–85 Umdrehungen ergibt. Fahren Sie nun 30–90 Minuten konstant die geplante Trainingsstrecke ab, ohne je zu schalten, und versuchen Sie, bei jeder Umdrehungszahl immer mit Druck auf dem Pedal zu fahren. Sie werden merken, dass es eine grosse Herausforderung ist, immer zu treten und dabei das Rad auch in den Kurven unter Kontrolle zu haben. Und dass es koordinativ höchst anspruchsvoll ist, auch bei hohen Trittfrequenzen noch Druck aufs Pedal bringen zu können.

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