Strecke rekognoszieren: ja oder nein?

Mental enorm wertvoll

Wie wichtig ist es, vor einem Triathlon die Rad- und Laufstrecke zu rekognoszieren?

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Die Strecke zu kennen, ist ein wichtiger Punkt, um einen Wettkampf optimal bestreiten zu können. Wenn es um eine intelligente Rennaufteilung und um vordere Plätze geht, kann es gar entscheidend sein. Zu wissen, wie lange eine Rampe ist und mit welchem Gang man in diese hineinfahren kann, ist gerade für Wettkampfsport-Einsteiger besonders wichtig, um sich nicht kaputt zu fahren oder umgekehrt übermässig zu schonen. Ohne Streckenkenntnisse ist es gut möglich, dass man mit dem Adrenalin in der Blutbahn viel zu schnell in eine Steigung fährt und auf dem zweiten Teil der Strecke dafür büssen muss. Auch mental ist es gut zu wissen, was auf einen zukommt, also wie viele Steigungen auf der Strecke insgesamt verteilt sind, wie lange diese sind, welche Kurven wie eng sind, wo es Randsteine hat, die überquert werden müssen und auch, wie die Streckenführung auf der finalen Laufstrecke verläuft. Bei Langdistanzrennen mit nur einer Schlaufe (180 km, 42 km) sieht die Situation etwas anders aus, da bringt es nichts, kurz zuvor die gesamte Strecke trainingshalber in einem Tag zu absolvieren. Trainings, die länger als sechs Stunden sind, machen zu diesem Zeitpunkt keinen Sinn. Und oft liegen die Wettkampfstrecken nicht vor der Haustüre und können erst wenige Tage vor dem Rennen rekognosziert werden. Zumindest das Streckenprofil sollte man sich aber mit den Streckenplänen im Internet einprägen. Wenn Sie dennoch vor Ort die Strecke kennenlernen möchten, packen Sie das Rad in ein Auto und fahren den Kurs damit ab. Die wichtigsten Schlüsselstellen können Sie so mit dem Rad immer noch eins zu eins austesten.

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