Sonnenschutz beim Sport

Das muss man wissen

Sie hellt unsere Stimmung auf, wärmt unseren Körper und bräunt unseren Teint. Doch wie können wir uns am besten vor den Schattenseiten der Sonne schützen?

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Schweiss und Wasser können den Lichtschutzfaktor um bis zu 10 Prozent mindern, da sie die Haut aufweichen und lichtdurchlässiger machen. Daher gilt als erste Regel: hoher Lichtschutzfaktor und nachcremen! «Für Sportler empfehle ich einen Schutzfaktor von mindestens 30, besser sogar 50», sagt der Präsident der Zürcher Dermatologen Gesellschaft, Erich Küng. «Und ebenso wesentlich ist, dass das Sonnenschutzprodukt wasserfest ist.»

Spray mit geringerem Lichtschutzfaktor
Von Spray über Gel bis hin zu Lotion oder Creme: Sonnenschutzmittel gibt es in unterschiedlichster Konsistenz. Beim sportlichen Einsatz können dickflüssige Cremes von Nachteil sein, da sie im Extremfall einen Wärmestau auslösen können. Hier sind Lotions oder Sprays geeignet, die zudem den Vorteil haben, dass sie sich besser auftragen lassen. Andererseits weisen Lotions und Sprays meist einen geringeren Lichtschutzfaktor auf. Auch für Leute mit Hautproblemen wie Akne empfehlen sich eher dünnflüssigere Produkte als Cremes.

Hauttyp bestimmen
Die Höhe des Lichtschutzfaktors hängt in erster Linie vom eigenen Hauttyp ab. Dieser lässt sich bestimmen auf der Internet-Seite www.hauttyp.ch. Aus dem Hauttyp lässt sich die persönliche Eigenschutzzeit schliessen, die man ungeschützt ohne Folgen in der Sonne verbringen kann. Die Eigenschutzzeit multipliziert mit dem Lichtschutzfaktor ergibt die maximale Aufenthaltsdauer an der Sonne.

Vor dem Sonnenbad eincremen
Sonnenprodukte sind grundsätzlich mit zwei unterschiedlichen Arten von Filtern ausgestattet: chemischen und physikalischen Filtern. Physikalische Filter, auch Pigmentfilter genannt, werden vor allem bei hohem Lichtschutzfaktor eingesetzt. Die Wirkung setzt ohne Zeitverzögerung nach dem Auftragen ein. Für Kleinkinder sind Pigmentfilter daher ein Muss und auch für Sportler machen sie Sinn, vor allem an den exponierten Stellen wie Nasen, Stirn und Ohren. Chemische Filter enthalten Stoffe, welche die Lichtenergie der UV Strahlen aufnehmen und in Wärme und Reste von harmloser Lichtenergie umwandeln. Wer Schutzmittel mit chemischen Filtern anwendet, sollte diese 20 bis 30 Minuten vor dem Aufenthalt an der Sonne auftragen. Problematisch an chemischen Filtern: Die Stoffe zersetzen sich und reagieren mit den Hautzellen, was zu allergischen Reaktionen führen kann.

Sonnenschutz und Wettkampf
Gerade bei langen Wettkämpfen ist die Gefahr gross, einen Sonnenbrand einzufangen. Nach Möglichkeit sollte der Körper daher auch bei grosser Hitze möglichst grossflächig mit Kleidung bedeckt sein und in regelmässigen Abständen erneut eingecremt werden.   

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