Skitouren als Trainingsform

Perfektes Grundlagentraining

Skitouren bieten Ausdauersportlern ein perfektes Grundlagenausdauertraining. Wird bergauf das Herz-Kreislauf-System gefordert, kommt bergab die Muskulatur zum Zug.

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Winterzeit bedeutet für Läufer, Radfahrer, Schwimmer oder auch Inline-Skater die Zeit des Grundlagentrainings. Was heisst: Lange Dauereinheiten in gemässigten Intensitäten sind angesagt, um ein solides Fundament zu schaffen, auf dem dann die Tempoarbeit aufgebaut werden kann. Das Problem dabei: Dreistündige Longjogs sind im Winter nur ganz robusten Naturen zu empfehlen, und auch dreistündige Radausfahrten sind in unseren Breitengraden nicht immer ein Leckerbissen, wenn bei Minustemperaturen die Nebeldecke über dem Unterland hängt. Die Lösung: Zu Fuss den Berg erobern – beispielsweise mit einer Skitour. Eine Skitour ist kein gemütlicher Spaziergang im Schnee, sondern bergauf rasch eine schweisstreibende Angelegenheit. Durch Routenwahl und Tempo kann der Puls zwar beliebig gefordert, aber auch so gedrosselt werden, dass eine mehrstündige gleichmässige Belastung möglich ist.

Das Schöne dabei: Durch das Naturerlebnis vergisst man, dass es ein ausgiebiges und äusserst gewinnbringendes Training ist und wähnt sich stattdessen auf einem Sonntagsausflug. Wird bergauf vor allem das Herz-Kreislauf-System gefordert, kommt bergab die Muskulatur vermehrt zum Zug. Die wärmende Frühlingssonne bringt dabei nicht nur die Schneekristalle zum Schmelzen, sondern auch die Oberschenkel zum Brennen. Ohne Sturz ist eine stiebende Abfahrt im Pulverschnee eine zwar fordernde, aber für den ganzen Körper durchaus positive Belastung. Und wer sich gleich eine ganze Woche im Hochgebirge aufhält, kommt überdies in den Genuss eines Höhentrainings mit vielen zusätzlichen roten Blutkörperchen.

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