Skins DNAmic Kompressionskleidung im Test

Testbericht von Benjamin Müller und Karin Känel

FIT for LIFE-Leser haben Benjamin Müller und Karin Känel die Sommer-Tights aus der neuen DNAmic-Kollektion von Skins getestet. Es war ihre erste Erfahrung in Sachen Kompressionsbekleidung.

Benjamin Müller (Copyright: Glacier 3000 Run Gstaad)
Benjamin Müller
Karin Känel

Testbericht von Benjamin Müller
«Als ich nach Angabe der richtigen Grösse, was bei Kompressionskleider sehr wichtig ist, nun meine Tights vor mit hatte, war ich gespannt auf den ersten Trainingslauf. Etwas skeptisch war ich bezüglich der Wärmeentwicklung. Bei sommerlichen Temperaturen mit langen Hosen rennen gehen? Gemäss Skins sollten meine Sorgen unbegründet sein, da die Hosen kühlend wirken sollen. Ich startete also den Test aufs Exempel und ging bei schwülwarmen 25° im Schatten eine Runde laufen. Das Anziehen der Hosen braucht etwas Geduld und Übung. Hat man die Hosen aber an, fühlt man einen gleichmässigen Druck über die ganzen Beine. Geplant war ein lockerer Dauerlauf im Sittertobel bei St. Gallen. Kurz nach dem Start fühlten sich die Beine sehr frisch an und ich zog das Tempo nach etwas Einlaufen an. Auch in der Steigung zum Schluss gings ganz flott hoch. Meine ersten Befürchtungen, dass die langen Hosen viel zu warm geben würden, erwiesen sich als haltlos. Der erste Eindruck war auf jedem Fall sehr gut! Nach einigen Trainingskilometern ziehe ich grundsätzlich eine positive Bilanz. Was für mich fehlt, ist eine kleine Tasche, in der man einen Schlüssel oder bei Wettkämpfen Gels verstauen kann. Dies gehört für mich zu jeder Sporthose. Entsprechend eignet sich die Hose nicht für längere Wettkämpfe. Teilweise hat mich der Übergang vom Oberschenken zur Wade im Bereich der Kniekehle etwas gestört. Daran kann man sich aber gewöhnen.
Inwiefern sich die Kompression direkt auf die Leistung auswirkt, ist sehr schwierig zu beurteilen. Es ist auf jedem Fall ein angenehmes Laufgefühl und ich denke, dies allein reich schon zu einer Leistungssteigerung. Da ich die Skins auch gerne in einem Wettkampf ausprobieren wollte, kaufte ich mir die Kurzhosen-Tights mit der Überhose. Diese Hosen verfügen hinten über eine kleine Tasche und sehen auch sehr gut aus. In Kombination mit Kompressionsstrümpfen für die Wade hat man fast den gleichen Effekt wie bei der Langhosen-Tight. Den ersten Wettkampfmässigen Einsatz bestritt ich am Glacier 3000 Run in Gstaad. Mit 26 Kilometern und über 2000 Höhenmeter bergauf eine gute Belastungsprobe. Der Lauf gelang mir mit einer Laufzeit von unter drei Stunden sehr gut. Auch am Schluss hatte ich noch genügend Energie für den Endspurt. Nach dem Lauf erholten sich auch die Beine schnell. Die Kombination aus den Kurzhosen-Tight und den Kompressionssocken werde ich sicher auch am kommenden Jungfrau-Marathon tragen!
Fazit: Nach dieser Testphase kann ich sagen, dass ich in Zukunft vermehrt mit Kompressionskleider unterwegs sein werde. Ich finde den Tragkomfort und das Laufgefühl im Vergleich zu normalen Laufhosen besser. Insbesondere auf langen Einheiten und Bergläufen kommt dem Laufgefühl eine grosse Bedeutung zu, egal ob es schlussendlich leistungssteigernd ist oder nicht. Skins hat ein attraktives Sortiment, welches aus meiner Sicht auch in Sachen Design gut aufgestellt ist.»

Testbericht von Karin Känel
«Als ich die DNAmic-Thigts aus der Verpackung nahm, stutze ich erst einmal. Der Stoff wirkte sehr dünn, ich konnte mir nicht vorstellen, dass diese Hosen eine ausreichende Kompression ausüben kann. Sogleich schlüpfte ich hinein und war sehr positiv überrascht. Sie sind leicht anzuziehen, superbequem und man spürt die Kompression sofort. Ausserdem sehen sie wirklich schön aus. Nach einer längeren Trainingspause wegen eines Leistungseinbruchs stieg ich an einem Freitag mit einer lockeren Krafteinheit wieder in meinen Trainingsalltag ein. Ich trug die Tights nicht während des Trainings, zog sie aber umgehend nach dem Duschen an und behielt sie auch über Nacht an. Ich fühlte mich am nächsten Tag fit und munter, klagte nicht über müde Beine.
Der erste Härtetest war die Regenerationsphase nach der ersten Ironman-Streckenbesichtigung mit anschliessendem Lauftraining. Zu Hause schmerzten meine Beine, sie fühlten sich müde und schwer an. Ich zog nach dem Duschen die Tights an und merkte eine deutliche Verbesserung. Ich trug sie den ganzen Abend und war am nächsten Morgen vom Muskelkater verschont. Da ich mich auf den Short-Distance-Ironman vorbereitete, hatte ich sehr beinlastige Trainingseinheiten: Radfahren, Joggen, Krafttraining und Schwimmen. Schnell waren die Tights ein fixer Bestandteil meiner Regeneration, gleich nach dem Training zog ich sie an und fühlte mich wunderbar. Man kann sie problemlos über Nacht tragen oder auch mal einen ganzen gemütlichen Sonntag lang. Sie verringern die Schmerzen nach dem Training und machen müde Beine schneller wieder munter.
Natürlich wollte ich auch wissen, ob ich einen Unterschied feststelle, wenn ich die Hosen während des Trainings trage. Beim Krafttraining merkt man deutlich, dass die Beine weniger schnell müde werden, das Gleiche passiert auch beim Spinning. Der einzig kleine Negativpunkt, den ich äussern muss ist, dass die Hosen überhaupt nicht warm geben, im Winter wird man sie wohl nicht gut zum Laufen anziehen können. Ausserdem spürte ich manchmal ein leichtes Jucken und Kratzen auf frisch rasierten Beinen, vermutlich sind die Hosen für sensible oder trockne Haut etwas heikel oder gewöhnungsbedürftig.
Fazit: Ich hätte nie gedacht, dass man so einen extremen Unterschied merkt und man so viel gewinnt, wenn man Kompressionshosen die Regenerationsphase einbaut. Die Skins-Tights haben mich überzeugt und ich kann sie mit sehr gutem Gewissen weiter empfehlen.»

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