Artikel - FIT for LIFE Magazin

Schnelle Rennvelos

Vor allem in den Bergen unschlagbar

Wer die Schweiz auf Asphalt auf einem Sportgerät entdecken will, setzt aufs Rennvelo.

Leichte Renner sind für Passfahrten aus eigener Kraft nach wie vor das Mass aller Dinge. | Copyright: GettyImages.com

Nirgends surrt es so schön wie auf dem Rennvelo. Und nirgends so schnell. Wer aus eigener Kraft auf Asphalt so schnell wie möglich von A nach B gelangen und unsere wunderbaren Alpenpässe erklimmen möchte, ist mit dem Rennvelo nach wie vor am besten bedient.

Die technologische Entwicklung ist aber auch beim Rennvelo nicht stehengeblieben. Und die Erwartungshaltung der Kunden deutlich gestiegen. Karbon ist längst kein Luxus mehr, sondern der gewünschte Alltagsstandard in der Schweiz. Auch Scheibenbremsen haben sich nach langem Zögern durchgesetzt, zu überzeugend sind die Vorteile bei nasser Witterung. Immer häufiger wird zudem eine elektronische Schaltung zum Objekt der Begierde, wodurch sich die Handbewegung beim Schalten auf ein Fingerzucken minimiert.

Schnittig – oder für Touren?
Durch die technologischen Fortschritte und den zunehmenden Stellenwert des Velos in der Gesellschaft ist der durchschnittliche Kaufpreis eines Renners kontinuierlich angestiegen und überschreitet rasch die 2500-bis-deutlich-mehr-Franken-Grenze.

Bei der passenden Wahl sollten Sie sich fragen: Wofür genau nutzen Sie Ihren Wunschrenner? Rennvelo ist längst nicht mehr einfach Rennvelo, denn innerhalb der Fahrradgattung sind zahlreiche Untergruppen entstanden. Das gewünschte Einsatzgebiet definiert sowohl Geometrie wie Ausstattung. Für den Renneinsatz und sportliche Trainings sind wendige und super leichte Karbonvelos mit sportlicher Sitzposition gefragt, für den Toureneinsatz in den Bergen werden deutlich komfortablere Positionen und ein grosser Schaltbereich bevorzugt. Und wer als Triathlet ausschliesslich um Sekunden kämpft, setzt auf kompromisslose Aerodynamik, die im Alltag aber kaum zum Einsatz kommt.

Unterschiedliche Schwerpunkte bedeuten auch unterschiedliche Fahreigenschaften. Ein passendes Rennvelo sollte man daher unbedingt ausgiebig probefahren, bevor man sich dauerhaft auf den Sattel schwingt.


 

Merkmale Rennvelos

• Rennvelo und Gravel-Bike unterscheiden sich eigentlich nur noch in der Breite der Pneus und dem etwas anders konzipierten Rennlenker, sonst gleichen sie sich einander immer stärker an.

• Vor allem Neueinsteiger setzen vermehrt auf ein Gravel-Bike, zumal die vermeintlichen Offroader trotz den dickeren Reifen erstaunlich gut rollen und auch auf der Strasse problemlos eingesetzt werden können. Allerdings sollte man dann darauf achten, genügend (grosse) Gänge zu haben.

• Standardradgrösse sind 28 Zoll, Reifenbreite zwischen 22 mm – 25 mm, mit der Tendenz zu breiteren Pneus und dafür geringerem Reifendruck.

• Gewicht teils deutlich unter 10 kg.

• Scheibenbremsen sind mittlerweile Standard, stark im Aufschwung sind elektronische Schaltungen.

• Normal ist ein Zweifach-Antrieb (zwei Kettenblätter vorne).

• Die Preisspirale hat sich bei den Rennvelos noch einmal aufwärts gedreht, und im Gegensatz zu früher werden Rennvelos mit Karbonrahmen heute auch mit günstigen Komponenten bestückt. Alumodelle ab Fr. 1500, Karbonmodelle ab 2500 Franken aufwärts. Teure Radsätze alleine kosten bereits 1500 Franken.

• Verschiedene Geometrien von komfortabel aufrecht (Touren, Berge) bis sportlich gestreckt und agil (kürzere Trainingseinheiten, Wettkampf) sowie auch reinrassige Zeitfahrmodelle (Triathlon).

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