Sattelposition: Triathlonrad versus Rennvelo

Anatomische Voraussetzungen entscheiden

Sitzt man auf dem Rennrad gleich wie auf einem Triathlonrad oder gibt es da Unterschiede?

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Radrennen und Triathlon-Wettkämpfe sind zwei völlig unterschiedliche Sportarten, darum ist auch die Sattelposition ganz anders. Ein Triathlet fährt je nach Wettkampf 1–6 Stunden nach Möglichkeit immer mit demselben Druck und natürlich in der möglichst aerodynamischen Zeitfahrposition. Hier macht es Sinn, den Sattel möglichst weit nach vorne zu schieben. Je direkter der Sattel über dem Tretlager liegt, desto grösser wird der Druck auf die Pedale und die Entlastung des unteren Rückens. Nachteil: Der Runde Tritt wird schwieriger zu halten. Auch bei Zeitfahren der Radprofis sieht man oft sehr schön, dass sich diese ganz nach vorne auf die Sattelspitze schieben, damit sie den optimalen Druck auf das Pedal bringen.

Der Grund: Die UCI schreibt vor, dass im Radsport die Sattelspitze 5 Zentimeter hinter dem Tretlager liegen muss, darum müssen die Profis nach vorne rutschen. Im Triathlon darf die Sattelspitze hingegen bis 5 Zentimeter vor dem Tretlager liegen, entsprechend ist auch die Sitzposition weiter vorne. Dieselbe Sitzposition im Rennradsport würde allerdings keinen Sinn machen, denn ohne Aerolenker bringt eine Sitzposition derart weit vorne nichts. Wo der Sattel auf dem Bike oder Strassenrad von Hobbysportlern positioniert ist, wird durch die anatomischen Voraussetzungen und persönlichen Vorlieben definiert. Triathleten können im Winter den Sattel auf ihrem Bike oder Strassenrad auch einfach etwas weiter nach vorne schieben, damit sich der Bewegungsapparat nicht zu stark «entwöhnen» muss.

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