Saisonaufbau Schwimmen für Minimalisten

Triathlon-Schwimmtraining nach Mass

Wir zeigen, wie schwimmerische Minimalisten den Saisonaufbau im Triathlon-Schwimmen planen.

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Der schwimmerische Minimalist möchte die Schwimmstrecke in einem Triathlon oder Ironman in erster Linie ohne grossen Trainingsaufwand überleben. Bestzeiten interessieren nicht. Ein Minimalist stellt mit seiner Vorbereitung sicher, dass er die geforderte Strecke im Wettkampf auch wirklich durchhält. Er trainiert deshalb vor allem die Grundlagenausdauer und etwas Technik, lässt aber Aspekte wie Spritzigkeit und Stehvermögen beiseite, um seine Zeit für gewinnbringende Rad- und Laufeinheiten einzusetzen. Um eine spezifische Wettkampfvorbereitung kommt jedoch auch ein Minimalist nicht herum.

Technik
Minimalisten fällt das Kraulschwimmen schwer. Entscheiden Sie sich daher zuerst, in welchem Stilmix sie die Wettkampfstrecke in Angriff nehmen wollen. Kraul? Brust? Eine Mischung von beidem? Berücksichtigen Sie dabei, ob Sie den Wettkampf im Neopren schwimmen werden oder nicht. Ein Neopren spielt durch seinen Auftrieb Kraulschwimmern mit schlechter Wasserlage und schlechtem Beinschlag in die Hände, eignet sich jedoch mit langen Beinen nur bedingt fürs Brustschwimmen. Sinnvoll wäre es, den gewählten Stil bzw. Stilmix einmal einem Trainer oder erfahrenen Schwimmer zu zeigen. Vielleicht gibt es einzelne technische Aspekte, die sich ohne grossen Aufwand leicht korrigieren lassen.

Grundlagenausdauer
In den wenigen Trainings, die Sie im Wasser verbringen, geht es darum, die Wettkampfstrecke ohne Pausen durchschwimmen zu lernen. Teilen Sie sich Ihre Strecke zunächst in 100-m-Abschnitte auf, die Sie gleichmässig absolvieren und mit einer Pause abschliessen. Im Laufe der Monate verlängern Sie die Abschnitte auf 200 m, dann 300 m, 400 m usw. und verkürzen gleichzeitig die Pausenzeiten zwischen den einzelnen Abschnitten. Ziel muss sein, dass Sie rund zwei bis vier Wochen vor dem Wettkampf die erforderliche Gesamtstrecke im Pool durchhalten.

Schnelligkeitsausdauer und Spritzigkeit
Ist in Ihrem Falle vernachlässigbar. Stellen Sie sich aber mental oder mit einigen Sprints zu Beginn jedes Trainings (nach dem Einschwimmen!) darauf ein, dass das Tempo im Wettkampf nach Ertönen des Startsignals hoch sein wird, weil alle auf den ersten 200 m gefühlt um ihr Leben schwimmen.

Open Water und wettkampfspezifische Vorbereitung
Planen Sie genug Zeit ein, um einige längere Trainingseinheiten unter wettkampfähnlichen Bedingungen (im See oder Fluss, gegen die Sonne, bei Wellengang, bei schlechtem Wetter) im Wettkampfmaterial zu absolvieren. Üben Sie vor allem auch das Aufwärmen an Land und stellen Sie sich vor, wie nach dem Startschuss in der Masse die Post abgehen wird und wo Sie sich einreihen werden (hinten, auf der Seite), um nicht von der kraulenden Menge überrollt zu werden. Wer zu Krämpfen oder Schwindel nach dem Schwimmen neigt, sollte den Spurt vom Wasser in die Wechselzone nach dem Freiwasserschwimmen einige Male üben.

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