Pulsmessung im Wettkampf

Gefühl wichtiger als Zahlen

Soll man an einem Wettkampf so auf den Puls achten, wie man sich das vom Training gewohnt ist?

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Im Wettkampf eine Pulsuhr zu tragen, ist nur dann sinnvoll, wenn man damit Erfahrung hat und weiss, wie man aufgrund seiner Herzfrequenzdaten oder -zonen das Rennen angehen und einteilen muss. Ist diese Voraussetzung gegeben, und entscheidet man sich für das Tragen eines Pulsmessgerätes, sollte man unbedingt versuchen, sich an die Vorgaben zu halten. Pulswerte beziehungsweise Pulslimiten können dem Anfänger helfen, in der Anfangsphase nicht zu schnell loszulaufen, dies gilt vor allem auch bei Wettkämpfen ab 10 km und länger. Wichtig dabei: Aufgrund der Nervosität ist es gut möglich, dass im Wettkampf etwas höhere Pulswerte auftreten, als man es sich im Training gewohnt ist. Zudem haben auch Aussentemperatur, Streckentopografie und Tagesform einen Einfluss auf die Herzfrequenz. Von anfänglich durch Nervosität verursachten, höheren Werten sollte man sich nicht verunsichern lassen, denn sobald die ersten Meter geschafft sind, kann sich das wieder einpendeln. Viele Athleten verzichten aber bewusst auf die Pulsmessung im Wettkampf und vertrauen ihrem Gefühl, das sie im Training durch regelmässige Pulsmessung geschult haben. Die Daten aufzeichnen kann man aber trotzdem, denn sie bringen wichtige Erkenntnisse. Die Analyse zeigt, wie sich der Puls im Rennen verhalten hat, und man erkennt, ob man sich das Rennen gut eingeteilt hat. Ausserdem lässt sich anhand der Pulswerte nachvollziehen, ob die individuell festgelegten Daten (zum Beispiel die maximale Herzfrequenz, die anaerobe Schwelle oder andere definierte Bereiche) richtig sind oder korrigiert werden müssen. Auch ein Trainingsexperte kann helfen, die Wettkampfdaten zu interpretieren. Ein Wettkampf ist immer auch ein maximaler Leistungstest, sofern man sich maximal angestrengt und ausbelastet hat.

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