Puls über 200 beim Lauftraining

Ist das noch normal?

Steigt der Puls beim Berglauf auf über 200 Schläge pro Minute, muss das nicht alarmierend sein.

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«Ich bin weiblich, 41-jährig und laufe dreimal die Woche. Bei Lauftrainings am Berg steigt mein Puls auf 207 Schläge. Ist das noch normal?»

Ja. Solange der Puls nach der Belastung innerhalb von Minuten wieder sinkt und Sie kein beklemmendes Gefühl im Brustbereich im Sport oder Alltag haben, ist dieser Puls zwar ungewöhnlich, aber nicht alarmierend. Der Pulsschlag ist sehr persönlich und lässt sich nicht durch Formeln herleiten. Faustregeln wie «220 minus Alter = Maximalpuls» halten sich zwar hartnäckig, sind aber unbrauchbar. Unsere langjährige Erfahrung aus Leistungstests hat gezeigt, dass auf rund 30 Männer und Frauen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren eine Person kommt, die bei einer sehr intensiven Belastung den Puls noch auf 200 Schläge/Minute oder höher bringt. Und im Schnitt ist auch eine Person darunter, die umgekehrt ihren Puls nicht über 160 Schläge/Minute bringt.

Übrigens: Der Maximalpuls alleine lässt keinen Schluss auf die Leistungsfähigkeit zu; zwei gleich alte Personen gleichen Geschlechts mit gleichem Maximalpuls können total unterschiedlich leistungsfähig sein. Zu beachten ist ausserdem, dass der Maximalpuls mit dem Alter sinkt.

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