Nordic Walking – aber richtig!

Ein kräftiger Stockeinsatz bringt mehr Dynamik

Nordic Walking ist eine wertvolle Trainingsform für Sportler aller Alters- und Leistungsstufen – nur haben das viele Läufer, Biker, Inliner oder Triathleten bis jetzt noch nicht gemerkt.

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Nordic Walking ist gleichzeitig eine sanfte und doch fordernde Gesundheitssportart für alle – nur wissen scheinbar viele, die mit Stöcken walken, nicht wirklich, wie es geht, und tragen die Stöcke bloss als zusätzliches Gewicht mit sich herum. Beide Zielgruppen könnten profitieren, wenn sie sich mit dieser häufig unterschätzten Sportart auseinandersetzen würden. Denn Nordic Walking ist ein Musterbeispiel für eine gelenkschonende «Low Impact»-Sportart, wie für den Bewegungsapparat sanfte und fürs Herz-Kreislauf- System fordernde Bewegungsformen bezeichnet werden.

Es gibt zahlreiche gute Gründe, wieso man Nordic Walking betreiben sollte: 

  • Ausdauerleistungsfähigkeit und Skelettmuskulatur werden umfassend gefordert.
  • Bänder, Sehnen und Gelenke werden gestärkt.
  • Die Verletzungsgefahr ist praktisch gleich null.
  • Es wirken kaum Schläge auf den Bewegungsapparat.
  • Die Fuss- und Schienbeinmuskulatur wird auf Vordermann gebracht und gleichzeitig wird auch der Oberkörper gestärkt.
  • Nordic Walking gibt kaum Muskelkater und bedingt eine sehr kurze Regenerationszeit. • Die Intensität kann beliebig variiert werden vom Einsteiger bis zum ambitionierten Sportler.
  • Nordic Walking kann mehrere Stunden am Stück betrieben werden. Speziell für Vielläufer eine ideale Alternative als Grundlagentraining.
  • Ideal in der Gruppe auszuüben. Man kann sich dabei problemlos unterhalten. 

Damit Sie die Vorzüge des «Gehens mit Allrad», wie Nordic Walking auch bezeichnet wird, ausnützen können, sollten Sie die Stöcke gezielt einsetzen und nicht nur spazieren führen.

Die fünf wichtigsten Punkte des Stockeinsatzes:

  1. Arme und Beine diagonal bewegen. Die Füsse werden über die Ferse vollständig abgerollt.
  2. Die Stöcke zeigen während der gesamten Bewegung schräg nach hinten. Der Aufsetzpunkt der Stöcke liegt etwa unter dem Körperschwerpunkt, also ungefähr beim Aufsetzpunkt des gegenüberliegenden Fusses.
  3. Der Stockschub erfolgt kraftvoll und dynamisch. Je weiter der Stockschwung, desto grösser die Schrittlänge.
  4. Bei der Rückwärtsbewegung Stöcke vollständig nach hinten ausstossen, um die grösstmögliche Armstreckung zu ermöglichen. Dabei lässt die Hand den Griff ganz los und nur die Schlaufe dient noch als Verbindung zwischen Griff und Hand.
  5. Stöcke so knapp wie möglich am Körper vorbeiführen. Der Handgriff bleibt bei den Fingern leicht geöffnet, damit die Stöcke ganz locker nach vorne schwingen können.

 

 

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