Nina Brenn mags gerne süss

«Ich esse sehr gerne Würste»

In der Interview-Serie «Iss Dich fit» sprechen Ausdauersportler über ihre Ernährungsgeheimnisse. Diesmal im Interview: Gigathletin Nina Brenn.

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Nina Brenn, Sie haben mehrmals den Gigathlon gewonnen und dabei während Tagen jeweils über 10 Stunden pro Tag eine sportliche Parforceleistung erbracht. Wie viele Kalorien müssen Sie an einem solchen Gigathlon-Arbeitstag zu sich nehmen?

Keine Ahnung, wie viele Kalorien das sind, ich habe das noch nie gezählt. Tendenziell esse ich aber vermutlich während des Sports eher etwas zu wenig. Ich habe meist keinen grossen Hunger, der kommt erst nach der Leistung und dann habe ich Zeit, die Speicher aufzufüllen.

Dann stopfen Sie nicht präventiv alle halbe Stunde ein Energie-Gel in sich hinein, wie man das bei solchen Anstrengungen empfiehlt?

Gels finde ich «gruusig» und unpraktisch. Zuerst hast du es an den Händen, dann am Trikot und plötzlich ist es überall klebrig, wenn du etwas anfassen willst... Ich nehme vielleicht alle vier Stunden mal einen Gel und auch das nur, wenn ich auf dem Rennvelo oder Bike bin.

Früher waren Sie bekannt dafür, zwischen den einzelnen Disziplinen Kartoffelstock zu essen. Machen Sie das nicht mehr?

Mit den Pausen war es diesmal nicht nötig und ich konnte problemlos feste Nahrung essen. Zur Not hätte ich aber Kartoffelstock dabei gehabt.

Sportgetränke?

Keine gekauften. Ich mixe mir immer einen Himbeersirup mit Maltodextrin und manchmal gebe ich noch etwas Salz dazu, aber das ist schon alles.

Worauf freuten Sie sich in kulinarischer Hinsicht am meisten nach dem Gigathlon?

Auf einen Sack Pommes Chips. Sonst auf nichts Spezielles. Ich koche zwar gerne und wir gehen auch ab und zu fein auswärts essen, aber generell ist mir das Essen nicht so wahnsinnig wichtig.

Was kochen Sie denn?

Schweizer Sachen und häufig auch Wurstwaren. Unser Sohn Flurin liebt Cervelats.

Sie auch?

Ja, ich esse auch sehr gerne Würste. Und übrigens auch Pommes frites mit Ketchup oder Schokolade.

Nur Schokolade oder auch andere Süssigkeiten?

Alles, was es in einer Bäckerei zu kaufen gibt! Ich liebe Süsses und stehe schon damit auf. Denn jeden Morgen gibt es bei mir zuerst einmal einen Liter Milchkaffee mit ganz viel Zucker drin.

Und kein Frühstück?

Das erste Essen gibt es dann erst etwa vier Stunden später, so etwa um zehn. Da esse ich etwas Brot und einen Apfel.

Müssen Sie bei so viel Sport nicht aufpassen, dass Sie zu wenig essen?

Ich bin praktisch immer gleich schwer. Wegen des Sports kann ich mir all die Süssigkeiten und Würste erlauben, ohne dass sie ansetzen. Im Winter bin ich etwa drei Kilo schwerer.

Wie sieht es mit Alkohol aus?

Bier und Wein mag ich nicht. Alcopops hingegen schon – die sind eben süss! Apropos Getränke: Ich mag kein stilles Wasser und kein Mineralwasser, auch flüssig bevorzuge ich Süsses aller Art.

Worauf stehen Sie im Restaurant?

Auf asiatisch und alles, was ich normalerweise nicht koche. Also definitiv nicht auf Pasta, die gibts zu Hause.

Was kommt bei Ihnen nie auf den Teller?

Innereien wie Lebern! Und Sachen mit Gelatine drin.

Sie sind gelernte Forstingenieurin. Gehen Sie im Wald Pilze sammeln und Beeren pflücken?

Pilze sammeln ja, sehr gerne sogar.

Kennen Sie die Pilze?

Die guten 5, 6 bekannten Esspilze schon.

Wie kaufen Sie ein?

Ich achte auf Schweizer Produkte, zumindest bei Milch, Fleisch, Gemüse und Früchten. Manchmal Bio, aber das ist nicht entscheidend. Hauptsache aus der Schweiz und wenns geht, direkt vom Bauernhof.

Die berühmte Inselfrage zum Schluss: Welche drei Sachen müssten unbedingt mit auf die Insel?

Früchte wachsen auf der Insel, nehme ich jetzt mal an. Also müsste ich nur noch Sbrinz, Bünderfleisch und frisches Brot mitnehmen.

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