Mehrere Paar Laufschuhe machen Sinn

Kräftigung der Fussmuskulatur

So wie wir beim Essen die Abwechslung brauchen, erfreut sich auch unser Bewegungsapparat an Abwechslung.

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Wer einmal pro Woche laufen geht, kann das natürlich problemlos immer im gleichen Schuh tun. Obwohl grundsätzlich ein Läufer, der ausschliesslich mit einem Laufschuh unterwegs ist, etwas überspitzt formuliert wie ein Mensch ist, der sich nur von Gemüse ernährt. Man kann zwar damit gut überleben, aber es wird mit der Zeit etwas fade, eintönig und wichtige Nährstoffe werden nicht zugeführt. So wie wir beim Essen die Abwechslung brauchen, erfreut sich auch unser Bewegungsapparat an Abwechslung. Jeder etwas anders konzipierte Schuh gibt unserem Körper die Möglichkeit, auf die unterschiedlichen Belastungen zu reagieren und diese besser zu tolerieren. Ausserdem wirken sich abwechslungsreiche Reize positiv auf die Kräftigung unserer Fussmuskulatur aus. Somit ist es auch für den Hobbyläufer, der nur zweimal in der Woche die Laufschuhe schnürt, absolut sinnvoll, wenn er dies mit einem zweiten Schuh im Wechsel macht. Damit man sich im Laufschuh-Dschungel nicht verliert, kann man sich bei der Zusammenstellung seines «Laufschuh-Portfolios» an den folgenden Fragen orientieren:

• Hauptsächlicher Einsatzbereich (Laufuntergrund)?
• Lauftyp (Vor-, Mittelfuss-, Rückfussläufer)?
• Anzahl Jahre regelmässiger Laufaktivität
• Aktueller Lauftrainingsumfang?

Ein guter Laufschuhverkäufer wird die oben genannten Fragen stellen und die entsprechenden Modelle zur Anprobe bringen. Auch akute oder chronische Laufschmerzen sollten berücksichtigt werden sowie das Körpergewicht. Je grösser der Trainingsumfang und je länger die Wettkampfdistanzen, desto mehr Dämpfung braucht der Schuh. Je kürzer und schneller die Strecken, desto minimaler darf der Schuh im Gewicht, in der Dämpfung und in den Stützelementen ausfallen. Läuferinnen und Läufer, die den Fuss im mittleren und vorderen Bereich aufsetzen und keine Achillessehnenprobleme (oder Fersensporn) haben, dürfen flachere Schuhe mit geringerer Sprengung laufen als starke Fersenläufer mit einer weniger gut ausgebildeten Stabilisationsmuskulatur. Idealerweise besitzt man für das Gelände abseits der flachen Wanderwege noch einen Trailschuh und zur Kräftigung der Unterschenkelmuskulatur einen «Natural»-Schuh. Es gibt aber auch gute Allroundschuhe, die verschiedene Eigenschaften miteinander vereinigen. Man braucht also nicht für jede Eventualität die entsprechende Schuhkategorie. Eines sollten alle Modelle gemeinsam haben: Sie müssen bequem sein. Kombinieren kann man die Schuhe je nach Trainingsart. Für ein kürzeres Training oder ein Intervall auf der Bahn läuft man den leichteren Schuh, für einen Longjog den schwereren und stabileren Schuh. Der Vorteil mit diesem Konzept besteht darin, dass man sein Training automatisch abwechslungsreicher gestalten wird.

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