Medizinische Möglichkeiten gegen Arthrose

Schmerzmittel, Zuchtknorpel, Prothesen

Den wichtigsten Part bei Arthrose spielt der Mensch mit seinem Bewegungs- und Alltagsverhalten. Ergänzend gibt es medizinische Behandlungsmöglichkeiten:

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Schmerzmittel
Schmerzmittel können sinnvoll sein, damit ein Gelenk bei auftretenden Schmerzen nicht stillgelegt werden muss und bewegt werden kann. Schmerzmittel sollten aber nur dosiert und vereinzelt eingesetzt werden und nicht zur Gewohnheit werden.

Spritzentherapien
In den letzten Jahren wurden mit Eigenblut und/oder Hyaluronsäure erstaunliche Resultate erzielt. Beim Einsatz von Eigenblut oder Hyaluron geht es vor allem darum, dass ein Gelenk besser «geschmiert» wird und körpereigene Selbstheilungsprozesse aktiviert werden. Der Effekt kann Tage, im günstigsten Fall ein paar Monate anhalten. Auch Kortison wird teilweise bei Gelenkbeschwerden eingesetzt, vor allem als Schmerzkiller bei akuten Schmerzen und Entzündungen.

Zuchtknorpel
Im Frühstadium einer Arthrose können Knorpelkulturen oder Zuchtknorpel eine Behandlungsalternative bieten. Das ist dann vielversprechend, wenn noch nicht der ganze Knorpel beschädigt ist und der Knorpelschaden klar abgegrenzt ist. Also wenn beispielsweise durch ein Sturztrauma ein Knorpelstück herausgerissen wird und ersetzt werden muss.

Gelenkersatz
Bei ganz schwerwiegenden Fällen und massiven Schmerz- wie auch Bewegungseinschränkungen kann ein betroffenes Gelenk teilweise oder ganz ersetzt werden. Vor allem bei Hüfte und Knie sind das gängige und häufig erfolgreiche Operationen, die eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität mit sich bringen können. Moderne Operationstechniken sind deutlich weniger invasiv als früher und ein Bewegungseinstieg bzw. ein Return to Sport schneller möglich als noch vor wenigen Jahren. Gleichzeitig aber gilt: Ein künstliches Gelenk bedeutet einen finalen und irreversiblen medizinischen Eingriff.

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