Machen Scheibenräder die Muskeln kaputt?

Scheibenradfahren will gelernt sein

Scheibenräder können sich negativ auf die Laufleistung auswirken oder gar zu Muskelkater führen.

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Das ist eine Pauschalaussage, die differenziert werden muss. Scheibenräder sind dazu da, die Aerodynamik zu verbessern. Sobald Wind herrscht (vor allem bei Seitenwind), bieten die Scheibenräder dem Wind eine Angriffsfläche und das Fahren wird unruhiger. Die Effizienz des Scheibenrads wird dabei zwar noch besser (Segeleffekt), allerdings nur dann, wenn der Fahrer mit den Verhältnissen umgehen kann. Geübte Scheibenradfahrer legen sich in den Wind rein, bleiben möglichst locker und nutzen die Scheibe optimal. Bei weniger Geübten hingegen werden bei windigen Verhältnissen die Beine – vor allem die innere Oberschenkelmuskulatur – durch das Scheibenrad viel stärker als gewohnt beansprucht, die Muskulatur muss mehr arbeiten, um die seitlichen Bewegungen ausgleichen zu können. Dies kann sich negativ auf die Laufleistung auswirken oder gar zu Muskelkater führen. Fazit: Auch Scheibenradfahren muss – vor allem auch bei windigen Verhältnissen – regelmässig geübt werden und sollte auf keinen Fall nur im Wettkampf eingesetzt werden.

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