Lauftraining für Senioren

Kraft im Alter entscheidend

Wie kann man als Senior über 60 Jahren sein Lauftempo beibehalten? Wie sind Lauftrainings im Alter zu gestalten, dass sie nicht allzu belastend sind? Viktor Röthlins Tipps.

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Da sich im Alter die schnellen Muskelfasern immer mehr zu langsam kontrahierenden Muskelfasern umwandeln und auch die Muskelmasse abnimmt, ist es tatsächlich schwieriger, sich die Schnelligkeit zu bewahren. Insbesondere auch, weil das Schnelligkeitstraining durch seine charakteristisch hohe Intensität viel Erholung benötigt und die adaptiven Prozesse im alternden Körper langsamer ablaufen.

Wenn wir die Häufigkeit der schnellen Einheiten auf Grund der Belastbarkeit im Alter reduzieren müssen, können wir uns dafür mit anderen Methoden aushelfen. In der Forschung scheint man sich einig zu sein, dass das Kraftpotenzial bei älteren Menschen ebenso verbesserungsfähig ist wie bei jüngeren Menschen. Und da Kraft und Schnelligkeit sehr eng miteinander korrelieren, kann man seine Schnelligkeit durch gezieltes Krafttraining (ein Mix von Gewichtstraining und Sprüngen) weiterhin fördern.

Für Senioren empfehlenswert ist zudem der Gang ins Fitnesscenter. Lassen Sie sich dort einen auf Ihr Alter und Ihr sportliches Niveau ausgerichteten Trainingsplan für die Kraft erstellen und bauen Sie im Lauftraining immer wieder auch Sprünge ein. Der Vitaparcours als Alternative zum Indoor-Training bietet eine gute Möglichkeit für das kombinierte Training von Kraft, Schnellkraft und Explosivität. Ersetzen Sie die schnellen und belastenden Laufeinheiten teilweise durch ein Kraft- und Sprungtraining und ergänzen Sie diese Einheiten mit den weniger belastenden lockeren Dauerläufen. So kombiniert verträgt Ihr Körper auch die schnelleren Einheiten besser.

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