Laufschuhe und Atmungsaktivität

Können Schuhe atmen?

Wie wichtig sind der Feuchtigkeitstransport und die Atmungsaktivität des Laufschuhs?

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Je stärker jemand an den Füssen schwitzt, desto wichtiger ist die Atmungsaktivität eines Laufschuhes. Denn kann die Feuchtigkeit wie auch die Hitze im Schuh nicht abtransportiert werden, drohen Blasen oder Fussbrennen. Damit die Atmungsaktivität eines Laufschuhs gewährleistet ist, sollten gut sitzende, funktionelle Socken getragen werden. Bei den Schuhen gilt es abzuwägen, wofür sie eingesetzt werden. Wettkampfläufer haben es in dieser Beziehung einfach, denn bei leichten Wettkampfschuhen wird automatisch rundherum am Material (und damit an Gewicht) gespart, wodurch diese entsprechend luftig und atmungsaktiv ausfallen. Demgegenüber stehen Schuhe, die im Gelände oder bei schlechter Witterung getragen werden und entsprechend eine robustere Aussenhülle oder eine wasserabweisende oder gar wasserdichte Membran aufweisen. Solche Modelle schützen gegen Nässe, allerdings droht bei warmen Temperaturen ein Hitzestau von innen, da durch die Membran auch der Feuchtigkeitstransport gegen aussen eingeschränkt ist.

Für das optimale Funktionieren der Atmungsaktivität ist - das gilt auch bei den Textilien - ein möglichst grosser Temperaturunterschied zwischen dem Schuhinnern und dem Schuhäusseren entscheidend, daher funktionieren solche Modelle in erster Linie bei kühlen Temperaturen. Im Hochsommer hingegen kann es sein, dass man auch bei Regen von innen her schweissnasse Füsse kriegt und abwägen muss, ob man bei kürzeren Einheiten nicht besser auch bei nasser Witterung auf einen herkömmlichen Schuh setzt und kurzfristig feuchte Füsse in Kauf nimmt.

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