Inline-Skating am Gigathlon 2016

Gruppenfahren üben, Material checken

Auf den ersten Blick sehen die Inline-Strecken nicht sehr anspruchsvoll aus. Doch die 42 km am «Sabato Ticinese» sollte man nicht unterschätzen.

In erster Linie muss man die Gewissheit haben, diese Distanz ohne Probleme bewältigen zu können. Daher sollten trainingshalber ein paar Inline-Marathons eingebaut werden. Beim Inlinen ist nicht nur die Technik und Kondition entscheidend, sondern auch die muskuläre Vorbereitung. Der untere Rücken ermüdet durch die gebückte Haltung bei ungeübten Inlinern relativ rasch. Zum einen kann man dem mit regelmässigem Inline-Training entgegenwirken, begleitend ist aber ein allgemeines, vielseitiges Rumpfkrafttraining sehr empfehlenswert. Hier reichen zwei bis drei Einheiten pro Woche von rund 20 Minuten aus, um einen Effekt zu erzielen. Ein Rumpfkrafttraining sollte übrigens in jeder Ausdauersportart zum Trainingsalltag dazu gehören.

Neben den physischen Anforderungen, werden am Wettkampf auch technische Fertigkeiten gefordert. Wer es sich gewohnt ist, den Windschatten von anderen Gigathleten für sich zu nutzen, kann speziell beim Inlinen enorm viel profitieren. Dazu ist nicht nur eine sichere Technik nötig (inklusive die Fähigkeit, abzubremsen), sondern auch Konzentration, Selbstvertrauen und etwas Mut sind gefragt, weshalb man das Gruppenfahren unbedingt im Vorfeld trainieren sollte. Für den Feinschliff und als ideale Trainingsmöglichkeit bieten sich die Wettkämpfe der Swiss Skate Tour an.

Neben dem Windschattenfahren sind Kurvenfahren, Bremsen und Abfahrten wichtige Trainingsinhalte, welche gezielt eingebaut werden müssen und gut auch alleine und in Ruhe geübt werden können. Auch beim Geradeaus-Skaten ist immer wieder auf technische Elemente zu achten (Gewichtsverlagerung, langes Gleiten, Abstoss, Körperposition), denn die Geschwindigkeit hängt beim Inline-Skating nur sehr bedingt von Kraft und Ausdauer ab, sondern in erster Linie von einer sauberen Technik.

Beim Inline-Skating ebenfalls wichtig ist die Materialwahl. Die Skates müssen passen und frühzeitig eingetragen werden. Gegen Blasen können Neoprensocken Wunder bewirken. Doch was tun, wenn es regnet? Da empfiehlt es sich, in Regenrollen zu investieren, welche eine weichere Gummimischung haben und dadurch auf nassen Strassen besseren Halt bieten als harte Rollen, die dafür bei trockenen Verhältnissen etwas schneller sind. Auch hier aber gilt: Alles im Vorfeld austesten und sich am Gigathlon auf keine Experimente einlassen. Und ganz entscheidend: Schützen Sie sich mit Hand, Ellbogen- und auch Knieschonern vor Stürzen. Nichts ist ärgerlicher, als wenn ein Team (oder auch Einzelsportler) bereits am ersten Tag aufgeben muss, weil sich ein Inliner bei einem Sturz derartige Prellungen und Schürfungen zuzieht, dass er am nächsten Tag nicht mehr starten kann.

Die wichtigsten Trainingspunkte für Inline-Skater:
• Im Vorfeld längere Strecken von mindestens 42 km am Stück und ohne Pausen zurücklegen.
• Gezielt und regelmässig den Rumpf kräftigen.
• Gruppenfahren üben, und auch Kurven, Abfahrten und Bremsen ins Training einbauen.
• Material checken und austesten. Passen die Skates, ist man für alle Wettersituationen gerüstet

Beispieltraining für eine Schlüsseleinheit Inlineskaten in der Gruppe:

• 10 Minuten locker einfahren.
• 10 Minuten technische Übungen; am besten auf einem Rundkurs mit vielen Richtungsänderungen.
• 8 x 5 Minuten Windschattenfahren mit ständigem Wechsel. Circa alle 30 Sekiunden wird der vorderste Inliner abgelöst, er reiht sich danach zuhinterst wieder ein. Gruppengrösse 3-4 Inliner mit ähnlichem Niveau, der führende Inliner fährt etwa in seinem Wettkampftempo.
• Als Pause 1 Minute ganz locker und aufrecht inlinen.
• 15 Minuten lockeres Ausfahren.

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