Halten Laufschuhe weniger lang?

Je nach Tempo unterschiedliche Lebensdauer

Gibt es eine zuverlässige Kontrolle, wann Laufschuhe ersetzt werden müssen? Und warum werden keine langlebigen Laufschuhe gebaut?

Copyright: Andreas Gonseth

Ein klassischer Trainingsschuh für die Strasse oder den Waldweg hält auch heute noch 700 bis 1000 Kilometer. Leichtere Modelle für schnelle Trainings oder Wettkämpfe hingegen müssen deutlich früher ersetzt werden, etwa nach 300 bis 600 Kilometern. Der Grund dafür ist die Geschwindigkeit. Je schneller man mit einem Schuh läuft, desto grösser ist die Abnützung. Darum «verbrauchen» Topathleten ihre Schuhe noch viel schneller als Freizeitläufer.

Um zu kontrollieren, ob mein Schuh noch fit genug ist oder nicht, stelle ich diesen regelmässig auf eine flache Ablage. Steht der Schuh gerade wie direkt nach dem Kauf, dann ist alles in Ordnung. Steht er jedoch nach innen oder aussen schief da, dann muss er ersetzt werden. Auch schaue ich mir regelmässig die Zwischensohle an. Finden sich auf dieser vermehrt Einkerbungen, dann lässt die Dämpfung nach und es ist Zeit für einen Besuch im Sportfachhandel. Bei meiner Arbeit in den Filialen sehe ich häufig Schuhe, die zwar noch eine gute Aussensohle, aber keine gute Zwischensohle mehr haben. Darum funktioniert es leider nicht, dass man nur anhand der Abnützung der Aussensohle entscheidet, ob ein Schuhkauf nötig ist.

Warum die Hersteller es nicht schaffen, langlebigere Schuhe zu bauen, weiss ich nicht. Aber vermutlich haben sie einfach kein grosses Interesse daran, denn schlussendlich wollen sie möglichst viele Schuhe verkaufen. Grundsätzlich wurde der Schuhaufbau in den letzten Jahren zudem immer leichter und es gilt: Je leichter die Materialien der Schuhe sind, desto schneller gehen sie kaputt.

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