Faszination Stadtlauf

Kurz und schnell

So bereiten Sie sich auf einen Stadtlauf vor.

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Der wichtigste Ratschlag im Herbst lautet, die Systeme runterzufahren und sich eine Pause zu gönnen. Wenn Sie das beherzigt haben und es eine Zeit lang ruhig nahmen, können Sie durchaus die Faszination Stadtlauf angehen und sich auf Raclette-Geruch und dichte Zuschauerspaliere freuen. Ein Stadtlauf kann zwar fordern, bringt aber auch neue Lust und Motivation für künftige Laufabenteuer.

Da der Spass und das Erlebnis im Vordergrund stehen, ist es nicht zwingend, zu dieser Jahreszeit ein spezielles und rigides Trainingsregime durchzuziehen. Vielmehr sollte man auf Ende Jahr bereits den langfristigen Formaufbau für die kommende Saison im Auge behalten. Dennoch kann man sich mit den Besonderheiten auseinandersetzen, die Stadtläufen eigen sind wie z.B:

• vorwiegend kürzere Asphaltstrecken mit zahlreichen Kurven und Ecken
• meist mit einigen kurzen, teils giftigen Aufstiegen gespickt
• viele Läufer auf engem Raum

Naheliegend daher, dass bei einem Stadtlauf andere Fähigkeiten gefragt sind als bei einem Städte-Marathon, wo vor allem der Motor entscheidend ist und die Intensität mehr oder weniger konstant gehalten wird.

Mit einem Stadtlauf arbeiten Sie automatisch an Ihrer Unterdistanzfähigkeit, sprich Sie laufen so schnell es geht und pushen im Adrenalin-Fieber Ihren Puls kurzfristig in Bereiche hoch, die normalerweise im Training eher selten angetastet werden.

Genau diese kurzfristigen Intensitätsspitzen gilt es im Vorfeld eines kurzen Laufs ab und zu ins Training einzubauen. Am besten geht das mit Hügelsprints, Koordinations- und Steigerungsläufen. Und natürlich mit Intervall-Trainings. Dabei dürfen auch kurzfristig richtig schnelle Abschnitte eingebaut werden (dafür nur über kürzere Distanzen). Eine sporadische Temposteigerung tut den meisten Hobbyläufern gut, vor allem all jenen, die seit Jahren versuchen, im Frühling ihre Bestzeit auf einer längeren Distanz zu verbessern.

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