Entwicklungsstufen einer Arthrose

Im schlimmsten Fall droht Knochen auf Knochen

Anhand der Schädigung des Knorpels lassen sich – hier am Beispiel des Knies – vier Stadien der Arthrose unterscheiden.

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Der Verlauf einer Arthrose ist häufig – zu Beginn aber nicht zwingend – mit Schmerzen verbunden. Mit fortschreitender Arthrose büsst ein Gelenk immer mehr an Beweglichkeit ein. Wichtig zu wissen: Aufgrund bildgebender Verfahren (MRI) kann das Innenleben eines Gelenks zwar gut dargestellt werden, die reine Mechanik alleine sagt aber noch nicht allzu viel über die tatsächlichen Beschwerden aus, die ein Betroffener verspürt. Gut möglich, dass bei zwei Menschen mit praktisch identischen MRI-Bildern komplett unterschiedliche Beschwerden wahrgenommen werden. Gewisse arthrotische Veränderungen werden zudem mit bildgebenden Verfahren bei nicht mehr jungen Menschen praktisch immer festgestellt, auch wenn noch kaum Beschwerden verspürt werden. Anhand der Schädigung des Knorpels lassen sich vier Stadien der Arthrose unterscheiden:

1. Die ursprünglich idealerweise glatte Knorpeloberfläche innerhalb des Gelenks beginnt Erweichungen, Unregelmässigkeiten oder leichte Rauigkeiten aufzuweisen.

2. Die Erweichungen reichen mit der Zeit tiefer in die Knorpelsubstanz hinein, es bilden sich Risse. Die Oberfläche bricht auf und zerstört die glatte Struktur. Die Knorpelschicht wird dünner, der Knorpelabrieb führt zu Schmerzen und Entzündungen.

3. Die Risse werden immer grösser und tiefer, bis sie den darunterliegenden Knochen erreichen. Als Reaktion passt sich der Knochen der neuen Situation an, wodurch sich oft verbreiterte Gelenkflächen in Form von Randwülsten erkennen lassen. Der Knochen reagiert damit auf die Mehrbelastung im Gelenk und versucht, den Druck auf eine grössere Fläche zu verteilen.

4. Die an sich sinnvolle Reaktion sorgt langfristig für eine zunehmende Bewegungseinschränkung des Gelenks, weil sich Ausweichbewegungen und neue Fehlbelastungen ergeben, bis der Knorpel vollständig weg ist und irgendwann Knochen auf Knochen reibt. Die Funktionsfähigkeit des Gelenks ist massiv eingeschränkt.

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