Die schönsten Schweizer Pässe für Velofahrer

Highlights für Velofahrer

Es gibt berühmte sowie auch weitgehend unbekannte Passübergänge, die nicht minder reizvoll erscheinen. Wir stellen hier einige vor: Highlights und Geheimtipps.

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Albulapass
Er verbindet das Albulatal bei Tiefencastel mit dem Engadin bei La Punt. Gewiss einer der schönsten Velopässe hierzulande: wenig Motorverkehr, angenehmer Anstieg, abwechslungsreiche Landschaft. Der Albula ist auch Slow-up- Event und Prunkstück der Alpen Challenge.
Höhe: 2315 m
Ab Filisur: 21,8 km/1348 Hm
Max. Steigung: 12 %

Gotthardpass

Der Klassiker. Vor allem von Süd nach Nord, von Airolo nach Göschenen, ist der Gotthard ein Muss für jeden Velofahrer. Denn da kann man – abseits des Motorverkehrs – auf den weltberühmten Serpentinen der Tremola fahren, auf dem längsten Baudenkmal der Schweiz. Von Nord nach Süd ist der Übergang weniger zu empfehlen, es sei denn, man liebt in Abfahrten das Schüttelbecher-Feeling auf Kopfsteinpflaster.
Höhe: 2106 m
Ab Airolo: 14 km/993 Hm
Max. Steigung: 11,2 %

Sustenpass

Bildet die natürliche Grenze zwischen den Kantonen Bern und Uri. Zu empfehlen von Innertkirchen her (länger, aber weniger steil). Leider auch bei Töfffahrern beliebt.
Höhe: 2260 m
Ab Innertkichen: 28 km/1599 Hm
Max. Steigung: 9 %

Mittelbergpass

Der Mittelbergpass, auch Abländschen genannt, ist ein relativ unbekannter und relativ unbedeutender Passübergang zwischen Saanen im Berner Oberland und Jaun im Fribourger Gruyère. Eine Perle für Velofahrer! Die schmale Strasse ist nahezu frei von Motorverkehr. Lässt sich auch gut mit andern Pässen in der Region kombinieren.
Höhe: 1632 m
Ab Saanen: 10,7 km/620 Hm
Max. Steigung: 13 %

Hilferenpass

Ein Saumpass zwischen den Gemeinden Flühli und Escholzmatt im Entlebuch. Die schmale Strasse ist von Flühli her bis zur Egghütte asphaltiert, danach ist man mit dem Mountainbike besser bedient als mit dem Rennvelo. Landschaftlich wunderschön, praktisch kein Motorverkehr.
Höhe: 1291 m
Ab Flühli: 6,6 km/510 Hm
Max. Steigung: 9,9 %

Grosse Scheidegg

Verbindet Meiringen mit Grindelwald. Wunderschöner, wenn auch manchmal steiler Aufstieg. Landschaftlich traumhaft. Mit Ausblick auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Grösstenteils autofrei (ausser Postauto). Prunkstück des Inferno-Triathlons.
Höhe: 1962 m
Ab Meiringen: 17,6 km/1370 Hm
Max. Steigung: 15,4 %

Beatenberg

Der Beatenberg ist kein eigentlicher Pass, sondern mehr die bergige Parallelvariante der Uferstrasse am Thunersee von Unterseen nach Gunten. Highlight: die Aussicht auf den See und die gegenüberliegende Alpenkette mit Eiger, Mönch und Jungfrau sowie Schilthorn, Niesen und Stockhorn. Am Sonntag autofrei. Lässt sich – wie am Inferno-Triathlon – bestens mit der Grossen Scheidegg verbinden.
Höhe: 1202 m
Ab Unterseen: 6,6 km/586 Hm
Max. Steigung: 13 %

Vorder Höhi
Die einst vom Militär gebaute Strasse führt von Amden am Walensee nach Wildhaus im Toggenburg – und ist für Motorfahrzeuge gesperrt. Allein deshalb eine Tour wert.
Höhe: 1537 m
Ab Weesen: 10,8 km/1111 Hm
Max. Steigung: 11,2 %

Obergestelenpass
Hinten im Diemtigtal im Berner Oberland zweigt die Strasse beim Diemtigtaler Beck rechts ab und führt auf den einsamen, wunderschönen und autofreien Obergestelenpass. Nach der Passhöhe saust man mit Weitblick Richtung Jura hinunter ins Simmental und kann je nach Lust noch den Jaunpass anhängen in Richtung Bulle.
Höhe: 1851 m
Ab Oey Diemtigen: 23 km/1181 Hm
Max. Steigung: 14,5 %

Kunkelspass
Der Kunkelspass, früher auch etwa Foppapass genannt, führt von Vättis im Taminatal nach Tamins im Bündner Rheintal. Er liegt zwischen dem Crap Mats und dem Calanda. Besonders empfehlenswert: die Auffahrt von Norden her mit Abstecher nach St. Martin (Walsersiedlung) am Gigerwaldsee.
Höhe: 1357 m
Ab Vättis: 7,9 km/410 Hm
Max. Steigung: 13,8 %

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