Die Gigathlonstrecken 2016 im Kurzbeschrieb

Sabato Ticinese und Ürner Sunntig

Viele Höhenmeter, knackige Ansteige, flowige Abfahrten: die Strecken des Gigathlon 2016 stecken voller Überraschungen und Highlights.

Sabato Ticinese
Ürner Sunntig

SABATO TICINESE

Schwimmen: 3 km

Nicht selten begrüsst um diese Zeit ein schöner Sonnenaufgang mit wärmenden Strahlen die Sportlerinnen und Sportler auf ihrem Dreieckskurs zwischen Tenero und der Verzasca-Mündung. Um diese Jahreszeit ist der See zwar noch nicht sommerwarm, aber wohl auch nicht mehr eisig kalt. Und ebenfalls angenehm: In der Regel ist der See ruhig und ohne störenden Wellengang. Die Orientierung ist einfach, wodurch auch Brustschwimmer ohne Probleme ans Ziel kommen. Aufgepasst: Massenstart! Passende Einreihung im Startfeld daher wichtig.

Inline-Skating: 42 km / 100 Hm
Die Magadino Ebene ermöglicht unbeschwertes Inline-Feeling ohne grössere Schwierigkeiten. Abfahrten gibt es keine schwierigen, und die Anzahl Höhenmeter ist mit insgesamt 100, die kontinuierlich und daher kaum spürbar bewältigt werden, relativ gering.

Bike: 48 km / 1900 Hm
Die abwechslungsreiche Bikestrecke beinhaltet fast 2000 Höhenmeter auf 48 km, darf also konditionell als anspruchsvoll und anforderungsreich bezeichnet werden. Extrem anspruchsvolle technische Passagen hingegen sind kaum vorhanden, wodurch die ganze Strecke für die grosse Mehrheit der Teilnehmer durchgehend fahrbar ist.

Rennvelo: 86 km / 2500 Hm
Die Klassiker Nufenen und Furka warten auf die Rennradfahrer mit insgesamt 2500 zu bewältigenden Höhenmetern, weshalb auf dem Rennrad das bekannte Graubünden-Motto «Karbon statt Kondition» auf den einen oder anderen Gigathleten durchaus zutreffen könnte, wenn er sich im Vorfeld nicht mit Passfahrten auf die Belastung vorbereitet hat. Immerhin ist das Ganze fahrtechnisch relativ einfach, einzig die Abfahrt vom Furka hinunter Richtung Andermatt erfordert ein gutes Mass an Konzentration und Sorgfalt.

Laufen: 23 km / 250 Hm
Ein anspruchsvoller Halbmarathon von Göschenen nach Erstfeld mit vielen Negativ-Höhenmetern wartet zum Abschluss auf die Läufer, wodurch der Kilometerschnitt deutlich höher liegt als bei vergleichbaren flachen Läufen. Und auch die Muskeln werden durch die Bergabstrecken verstärkt belastet als gewohnt. Diese Belastung gilt es unbedingt zu trainieren, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

ÜRNER SUNNTIG

Schwimmen: 3,5 km

Der Vierwaldstättersee wird im Juni garantiert nicht mit sommerlichen Wassertemperaturen glänzen, wodurch dem Kälteschutz Beachtung geschenkt werden sollte. Ebenfalls nicht auszuschliessen ist durch die Exponiertheit der Schwimmstrecke ein unruhiger Wellengang, was Geübten zu Gute kommt, für weniger Geübte hingegen zu einer zusätzlichen Herausforderung werden kann.

Inline: 19 km / 50 Hm
Kurz und rasant wird die zweite Inlinestrecke, die Spitze wird das Ziel wohl in nur wenig mehr als einer halben Stunde erreicht haben. Das Motto lautet: Beim Gruppenfahren Konzentration bis zum Schluss bewahren!

Rennvelo: 104 km / 2800 Hm

Schwergewichtige werden die Rennradstrecke mit ihren 2800 Höhenmetern nicht zwingend als grosse Liebe bezeichnen, und die ungewohnte Streckenführung über den Klausen, hinunter ins Glarnerland und nach dem Wendepunkt alles wieder hoch wird den einen oder anderen auch mental zünftig fordern. Vor allem dann, wenn einem vor dem Wendepunkt schon ein Grossteil des Feldes entgegenkommt. Stimmen Sie sich in Gedanken vorgängig auf das zu erwartende Szenario ein. Zumindest sind die technischen Anforderungen gering und keine grösseren Gefahren in Sicht.

Bike: 45 km / 1400 Hm
Auf Biketrails abseits der Hauptstrasse wird das Ski- und Wanderparadies der Eggberge angepeilt. Es sind nicht mehr so viele Höhenmeter wie am Tag zuvor, dafür wechseln sich die Geländeanforderungen stetig ab mit vielen kleinen Abfahrten, bei denen man sich konzentrieren muss. Und von Schattdorf bis Spirigen müssen auf 5 km satte 400 Hm überwunden werden und von Spirigen bis zur Hünderegg weitere 1000 Hm. Entschädigend wirkt dafür die Abfahrt hinunter an den Vierwaldstättersee – die aber mit bereits müden Muskeln Konzentration erfordert. Zum Abschluss kommen die Roller zum Zug mit relativ flachen letzten 13 km.

Laufen: 22 km / 180 Hm
Nur 2 Kilometer vom Tagesziel entfernt, aber immer noch 22 Kilometer Laufkilometer vor sich, so starten die Gigathleten in der Wechselzone Erstfeld-Breiteli zur letzten der 10 Etappen. Auf der zweiten Laufstrecke ist die Einteilung der Kräfte wie auch die Belastung auf den Bewegungsapparat einfacher und man sollte für geübte Läufer kein Problem darstellen.

 

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