Der perfekte Triathlon-Wechsel

Die besten Tipps

Schwimmen, Radfahren und Laufen – das ist Triathlon! Für viele Wettkämpfer jedoch gibt es eine vierte Disziplin – den Wechsel.

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Die Triathlon-Novizin, die mit dem Neoprenanzug aufs Rad hechtet, der Einsteiger, der auf der Radrunde merkt, dass er unter dem Helm noch die Bademütze trägt oder der Übereifrige, der auf der Laufrunde mit Helm unterwegs ist – alles schon vorgekommen, nichts ist unmöglich! Damit Ihnen dies nicht passiert und in der Hektik nichts vergessen geht, sollten Sie sich vor dem Wettkampf nicht nur über die einzelnen Strecken und das Training Gedanken machen, sondern auch über die Wechsel zwischen den Disziplinen. Folgende Punkte gilt es zu beachten:

Handgriffe einstudieren
Übung macht den Meister. Üben Sie die einzelnen Abläufe. Wie bringen Sie den nassen Neoprenanzug am schnellsten runter, ohne umzufallen? Können Sie Ihr Radtrikot auch mit nassem Rücken überstreifen? Radschuhe gleich anziehen oder erst beim Aufsteigen reinschlüpfen? Wie vergessen Sie garantiert Ihre Radbrille nicht? Alles Fragen, die Sie sich vorgängig und nicht erst in der Hitze des Gefechtes stellen und beantworten sollten.

Wechsel in der Praxis üben
Üben Sie die einzelnen Wechsel (Schwimmen/Rad und Rad/Laufen) ab und zu auch direkt nach einer Schwimm- oder Radeinheit. Bei einem effizienten Wechsel geht es nicht nur um das Automatisieren der Abläufe, sondern auch darum, den Körper an den abrupten Wechsel der muskulären Beanspruchung zu gewöhnen.

Wechselzone einprägen
Zur Vorbereitung gehört nicht nur das Einrichten des Wechselplatzes, sondern auch, sich diesen gut einzuprägen. Definieren Sie optische Orientierungshilfen, die Ihnen in der Hektik den Weg weisen. Das Einprägen der eigenen Startnummer bringt wenig, wenn Sie nicht wissen, wo Ihr persönlicher Wechselplatz ist. Eine Zahl ist schnell vergessen. Überlegen Sie sich: «Bei welchem Eingang stehe ich? Gibt es irgendetwas Auffälliges in der Nähe meines Wechselplatzes?» Gestalten Sie Ihren Wechselplatz unverwechselbar, zum Beispiel, indem Sie Ihre Sachen auf ein rotes oder gelbes Badetuch legen. Nehmen Sie nicht jenes vom Veranstalter, denn dieses nehmen schon viele andere. Überlegen Sie sich auch gut, wie Sie in die Wechselzone gelangen und auf welchem Weg Sie die Wechselzone wieder verlassen. Falls es ein Wechselzelt hat: Eher einen der hinteren Plätze aufsuchen, vorne herrscht meistens ein Gedränge.

Ordnung in der Wechselzone
Vor dem Wettkampf genügend Zeit einplanen, den eigenen Platz einzurichten. Alles so hinlegen, dass es der Reihe nach angezogen werden kann und kein Utensil vergessen geht. Radschuhe und Laufschuhe bereitstellen, Velohelm mit Sonnenbrille auf den Lenkervorbau legen, Startnummer entweder am Trikot befestigen oder noch einfacher an einem Startnummernband befestigen. Und die Nummer am besten gleich auf dem Rad (z.B. mit Helm und Brille) bereitlegen.

Ruhe bewahren
Auch wenn Sie mit überhöhtem Puls in die Wechselzone kommen, gilt: Ruhe bewahren ist das A und O. Lieber ein paar Sekunden konzentrieren und überlegen, als dreinschiessen und etwas Wesentliches vergessen. Wenn Sie die Wechsel im Training geübt und alles vorbereitet haben, können Sie so entspannt und gleichermassen konzentriert wie möglich die eingeübten Abläufe durchlaufen. Checkliste in Gedanken kurz ablaufen lassen, bevor man die Wechselzone verlässt.

Verpflegung planen
Verpflegung für unterwegs bereits im Trikot verstauen oder am Rahmen befestigen. Sich vorgängig überlegen: Wann und wo ist die nächste Verpflegungsstation. Zudem macht es Sinn, einen «Wechselbidon» bereitzustellen für die Flüssigkeitszufuhr in der Wechselzone (danach haben Sie immer noch volle Bidons am Rad). Bei einem Ironman z.B. sind Sie schliesslich beim Wechsel bereits eine gute Stunde unterwegs ohne Verpflegung. Da macht es Sinn, sofort nach dem Schwimmen Flüssigkeit zuzuführen.

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