Der leibhafte Forrest Gump

5000 Kilometer um den Block

Beim längsten Langstreckenlauf rennen die Teilnehmer rund um einen Häuserblock in New York.

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Marathon? Da winken die Teilnehmer beim «Self-Transcendence 3100 Mile Race» müde ab. Sie laufen beim längsten offiziellen Langstreckenrennen der Welt 4989 Kilometer weit – oder 5649 Runden um einen Häuserblock in New York. Gerannt wird jeweils von 6 Uhr morgens bis Mitternacht. Danach müssen sie duschen, essen, schlafen – und die wunden Füsse versorgen. So schreibt es das Reglement vor.

52 Tage haben sie Zeit. Wer das Rennen also schaffen will, hat täglich 18 Stunden, um gut 100 Kilometer zurückzulegen. Im Durchschnitt, wohlgemerkt. Seit der ersten Austragung 1997 haben erst 43 Läufer das Ziel erreicht.

Der heimliche Superstar der Szene ist Pekka Aalto (Bild), der leibhaftige Forrest Gump. Der 48-jährige Pöstler aus Finnland ist Seriensieger und mit 40 Tagen, 9 Stunden und 6 Minuten auch der Streckenrekordhalter. Dabei lief er durchschnittlich rund 123 km pro Tag – und dies fast sechs Wochen lang. Aalto sagt: «Ich komme erst nach ein paar hundert Kilometern so richtig in Schwung.»

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