Den perfekten Laufschuh auswählen

Einer findet sich bestimmt

Für jeden Fuss, jeden Einsatz und jedes Bedürfnis gibt es mehrere Modelle Laufschuhe, die optimal passen. So finden Sie heraus, welche das sind.

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1. Einsatzgebiet definieren

Wofür brauchen Sie einen neuen Laufschuh? Für das halbstündige Training auf der Strasse, den Halbmarathon im Frühling, für die Berglaufsaison im Sommer? Schreiben Sie sich auf, wozu Sie den Schuh genau einsetzen möchten bzw. wie viel und auf welchem Untergrund Sie mehrheitlich unterwegs sind. Gleichzeitig sollten Sie sich klar werden, ob Sie einen Schuh brauchen für ein ganz spezifisches Einsatzgebiet oder einen Allrounder, der verschiedene Bedürfnisse abdeckt. Als Empfehlung kann man sagen, dass Sie am besten so viele Laufschuhe einsetzen sollten, wie Sie etwa wöchentlich unterwegs sind. Sie trainieren dreimal? Dann fahren Sie am besten mit drei Paar unterschiedlichen Laufschuhen. Einerseits können Sie so Schuhe für unterschiedliche Einsatzgebiete kombinieren, und andererseits gewöhnt sich Ihr Fuss nicht nur an ein Modell und bleibt flexibel.

2. Beratung

Suchen Sie ein Fachgeschäft mit kompetenter Beratung. Erzählen Sie dem Verkaufspersonal, wie häufig, unter welchen Bedingungen und auf welchem Untergrund Sie am meisten trainieren und wie schnell Sie normalerweise unterwegs sind. Auch Ihre Konstitution spielt bei der Schuhwahl eine Rolle und Ihre Lauftechnik. Nehmen Sie für dieses Gespräch Ihren alten (oder ihre alten) Laufschuhe mit, an der Art und Weise der Abnützung erfährt ein routinierter Verkäufer bereits einiges über Ihren Laufstil. Aufgepasst bei Nachfolgemodellen: Nur die wenigsten Nachfolgemodelle sind in ihrem Laufverhalten gleich wie die Vorgänger, häufig kommen neue Materialien zum Einsatz, die das Laufgefühl verändern oder aber die Schuhe werden gänzlich neu konzipiert. Es lohnt sich daher, auch Nachfolgemodelle zuerst zu testen und nicht einfach online einzukaufen, wenn man keine Überraschungen erleben will.

3. Fusstyp ermitteln

Vor Ort im Geschäft geht es nun darum herauszufinden, wie Ihr Fuss gebaut ist und welchen Fusstyp Sie besitzen. Der Spezialist ermittelt mit einem Fussspiegel oder einem anderen Analysetool rasch und kompetent Ihren Fusstyp und erkennt, ob Sie einen schmalen oder breiten Fuss haben und einen Normal-, Senk-, Platt-, Spreiz- oder Hohlfuss besitzen. Informieren Sie den Verkäufer auch über allfällige anatomische Besonderheiten wie z. B. Fersensporn, Hallux, Hammerzehe usw.

4. Passende Modelle auswählen

Anhand der bisherigen Informationen trifft der Verkäufer eine Auswahl der in Frage kommenden Modelle. Jetzt geht es ans Testen! Ziehen Sie geeignete Trainingssocken an (am besten gleich selber mitnehmen) und probieren Sie die empfohlenen Schuhe. Unbedingt auf richtige Grösse achten, denn offizielle Grössenangaben sind ohne Gewähr! Im Stehen sollte noch 1 Zentimeter Platzreserve vor den Zehen vorhanden sein. Schuhe satt zuschnüren und erst mal stehend und gehend ausprobieren, ob es einem im Schuh wirklich wohl ist.

5. Testlauf

Testen Sie den Schuh am besten vor dem Geschäft (oder auf dem Laufband) und laufen Sie so, wie Sie es sich gewohnt sind. Nicht nur einen oder zwei Schritte, sondern möglichst vierzig Meter an einem Stück. Der Experte sieht jetzt augenscheinlich, welchen Laufstil Sie haben, ob Sie auf der Ferse, auf dem Mittel- oder Vorfuss landen und ob Sie normal (Pronation) oder zu stark (Überpronation) nach innen knicken oder auf der Schuhaussenkante landen und zu schwach eindrehen (Supination).

Äussern Sie möglichst detailliert Ihre Empfindungen in den Testmodellen. Was passt, was weniger, wie fühlt sich der Schuh an? Die Technologien in einem Laufschuh können noch so ausgeklügelt sein: Wenn Sie sich darin nicht wohl fühlen, werden Sie keine Freude daran haben. Jetzt geht es darum, die Auswahl zu verfeinern und einzuschränken, bis das Modell der Wahl definiert ist, das jetzt hoffentlich für die nächsten 600 bis 800 Laufkilometer zum treuen und soliden Wegbegleiter wird.

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