Bikeparadies Portes du Soleil

Alles, was das Biker-Herz begehrt

Die Region Portes du Soleil am Genfersee setzt seit Jahren auf Mountaibiker aller Art. Mit grossem Erfolg, wie ein Augenschein im Wallis beweist.

Copyright: Marius Stahlberger/ZVG

Bike-Saisoneröffnung «Pass'Portes du Soleil» 2013

Portes du Soleil ist ein grenzüberschreitendes Winter- und Sommergebiet mit 12 Gemeinden, davon fünf auf Schweizer Boden. In dieser Destination setzt man schon seit den achtziger Jahren aufs Mountainbike. Darum gibt es nirgends in Europa eine Region, die diesbezüglich mehr bietet: 24 Liftanlagen, 50 ausgebaute Pisten und unzählige für Stollenpneus offene Wanderwege – insgesamt 1000 Kilometer lang. Ruppig, technisch, flowig. Kurz: Alles, was das Biker-Herz begehrt. Zudem existieren alle erdenklichen Extras wie Jump-Parks mit Luftkissen oder Geschicklichkeitsparcours für Kinder.

Für diejenigen, welche attraktive Aufwärts-Passagen suchen, sind extra Pisten markiert. Folgt man jedoch den Pass'Portes-du-Soleil-Schildern, wird man auf eine höchst attraktive Rundtour geschickt. Sie führt via 10 Dörfer und 8 Lifte über 6000 Downhill-Höhenmeter, beinhaltet aber gleichzeitig 1000 Höhenmeter, die aus eigener Kraft gemeistert werden müssen. Spätestens in diesen Aufstiegen ist es selbst für mässig trainierte Plauschbikerinnen ein Leichtes, keuchende und schwitzende Downhiller zu überholen.

Um Abwechslung zu geniessen, muss man aber keineswegs auf die grosse Runde. An diversen Liften kann man zwischen mehreren Pisten wählen. Wie beim Skifahren gilt: blau (einfach), rot (mittel), schwarz (schwierig). So finden sich für alle Biker mehr oder weniger gefederte Wege.

Übung macht den Meister
Gerade wenn man einige Male dieselbe Strecke runterfährt, entspricht dies einem hervorragenden Technik-Training. Abgesehen von der schwarzen Piste sind die Routen mit durchwegs fahrbaren Sprüngen durchsetzt. Fehlt einem zu Beginn der Mut, kann man auch nur darüberrollen. Beim nächsten Mal mit etwas mehr Tempo tastet man sich ans «Fliegen» langsam heran. Und für solch kleinere Hupfer braucht man auch nicht gleich einen Integral-Helm und andere Downhill-mässige Protektoren.

Sicher ist: Die Boys mit den schweren Bikes sind in der Abfahrt klar im Vorteil. Manche haben es so sehr im Griff, dass man direkt neidisch werden könnte. Und vielleicht sollte man gerade in so einer Region sein auf minimales Gewicht getrimmtes Rad für einen Tag in der Garage lassen und sich im nächsten Verleih, 29 Bikeläden soll es in der Region insgesamt geben, eine Downhill-Maschine ausleihen – mit dem dazugehörenden Körperschutz.

Wer ein Bike mit bis zu 250 Millimetern umsteigt, schwebt selbst auf verblockten Bachbetten wie auf Wolken. Wer rundum mit Plastik geschützt ist, riskiert auch einmal ein wenig mehr. Und wer weiss, vielleicht ist es gerade diese Erfahrung, die beim nächsten Rennen den entscheidenden Vorteil auf der Abfahrt bringt. Und überhaupt: Beim Downhill-Biken gilt dasselbe wie beim Skifahren – auch Runtersausen kann ganz schön anstrengend sein.

News teilen