Bike-Training im Hinblick auf den Gigathlon 2016

Singletrails und Bergintervalle

Mountainbiken ist bei einem Gigathlon immer diejenige Disziplin, die etwas ungewiss zu planen ist, wenn man die Strecke nicht konkret vorher abfahren konnte.

Ungewissheit besteht vor allem bezüglich technischem Schwierigkeitsgrad. Wer regelmässig auf Singletrails unterwegs ist und sich auch auf schmalen Wurzelpfaden wohl fühlt, muss sich für den Gigathlon keine Sorgen machen. Wer in erste Linie eher flache Kiesstrecken fährt und sich nicht immer sicher fühlt, sollte vermehrt auf Singletrails einbiegen und etwas anspruchsvollere Abfahrten ins Training einbauen. Ob Profi oder Anfänger, wichtig ist es, sich immer neue Herausforderungen zu suchen, um dazuzulernen. Downhill und knifflige Trails haben natürlich auch viel mit Überwindung zu tun. Daher kann es wertvoll sein, sich einem erfahrenen Biker oder Trainer für eine Ausfahrt anzuschliessen.

Mountainbiken ist eine Sportart, die durch den wechselnden Untergrund und unterschiedlichste Geländeformen viele Rhythmuswechsel beinhaltet. Da muss man sich gewohnt sein, kurzzeitig auch mal etwas mehr Gas zu geben und sich dann auch wieder davon erholen zu können, ohne gleich vom Bike steigen zu müssen. Die Distanzen und Höhenmeter sind dieses Jahr nicht so extrem wie auch schon, sie erfordern aber immer noch eine sehr gute Grundfitness, welche man sich mit regelmässigen Biketouren holt. Um dem technischen Aspekt Rechnung zu tragen, dürfen es auch mal Touren im alpineren Gelände oder vielleicht sogar im Gebiet Erstfeld oder zwischen Airolo und Biasca sein.

Auch beim Mountainbiken ist die Materialwahl (und das Gewicht des Bikes) nicht unerheblich. Dazu kommt: Das Risiko eines platten Reifens ist recht hoch, darum sollte man unbedingt im Vorfeld üben, selbständig einen Schlauch zu wechseln und dafür auch alles Material im Wettkampf dabei haben! Wer auf Nummer (fast) sicher gehen will, kann sein Bike auf Tubeless (Schlauchlos) umzurüsten, damit er noch besser vor einem Platten geschützt ist. Und der letzte Tipp: Je nach Witterung kann auch die Pneuwahl am Bike eine Rolle spielen, denn bei einem trockenen Gigathlon sind breite Walzen meist nicht nötig.

Die wichtigsten Trainingspunkte für Mountainbiker:

• Persönliche Technik weiterentwickeln und immer neue Herausforderungen suchen.
• Eventuell Training im Gigathlongelände, um den Untergrund kennenzulernen.
• Intervalle mit Tempo- und Geländewechseln ins Training einbauen.
• Material checken, kann man selbstständig, ruhig und sicher einen platten Reifen reparieren und eventuell auch die Schaltung nachjustieren? Und wie sieht es bei einem Kettenriss aus?

Beispieltraining für eine Schlüsseleinheit Bergintervalle:
• 15-30 Minuten locker einfahren.
• 4-9 x 3 Minuten mittel bis schnell; dann 1 Minute Vollgas.
• Dazwischen 4 Minuten locker.
• 30 Minuten lockeres Ausfahren.

Diese Einheit sollte bis zum Gigathlon ausgebaut werden; so sind es am Anfang 4 x 3 Minuten mittel bis schnell – dann 1 Minute Vollgas und am Schluss zum Beispiel 9 x 2 Minuten mittel bis schnell – und dann 2 Minuten Vollgas.

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