Barfussschuhe beim Marathon

Machen Barfussschuhe im Wettkampf Sinn?

Tragen Spitzenläufer auch Barfussschuhe oder ist das eher etwas für Hobbyläufer?

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Wettkampfschuhe von Spitzenläufern ähneln im Grunde genommen Barfussschuhen. Denn die Wettkampfschuhe der Besten sind extrem leicht und flexibel, direkt zu laufen und besitzen kaum Dämpfung und Sprengung (Niveau-Unterschied zwischen Ferse und Vorfuss). Federleichte Wettkampfschuhe können nur über längere Distanzen getragen werden, wenn eine ausgeprägte Fuss- und Unterschenkelmuskulatur vorhanden ist. Der amerikanische Marathonläufer Meb Keflezighi beispielsweise lief seine Marathons sogar in einem Barfussschuh ab Stange. Schnörkellose Schuhe ohne Schnickschnack gibt es schon länger, bloss wird das Segment mit immer neuen Argumenten, knackigen Designs, bequemen Schnitten und geschicktem Marketing immer wieder schmackhaft gemacht.

Zu beachten ist, dass Gelegenheitsläufer solche «Barfussschuhe» in den ersten Monaten vor allem in der Freizeit und nur bei kurzen Laufeinheiten tragen sollten, weil durch die flache Bauweise ein flacher Fussaufsatz bzw. eine Laufstilumstellung zum Mittel-/Vorfusslaufen erforderlich ist. Dadurch werden die Wadenmuskulatur, die Achillessehne und die Plantarfaszie stärker beansprucht und es ist Vorsicht und Geduld geboten, damit man den Bewegungsapparat nicht überfordert.

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