Atmenrhythmus im Laufsport

Wie atmen beim Laufen?

Soll man beim Laufen regelmässig nach Gefühl ein- und ausatmen oder am besten immer auf einen bestimmten Schritt-Rhythmus?

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Da sich der Körper den benötigten Sauerstoff sowieso holt, sollte man sich nur dann mit der Atmung beschäftigen, wenn man auch wirklich Probleme damit hat (Seitenstechen, Asthma etc.). Normalerweise entwickelt sich mit dem Training automatisch ein individueller Atemrhythmus, ohne dass man dazu Gedanken verschwenden muss. Je höher die Intensität, desto schneller (und idealerweise tiefer) wird geatmet. Eine Kopplung an die Schrittfrequenz kann vorhanden sein, muss aber nicht. Hat ein Läufer wirklich Schwierigkeiten, den Rhythmus zu finden, so kann man bei einem lockeren Tempo versuchen, auf vier Schritte einzuatmen und auf weitere vier Schritte wieder auszuatmen. Ist man zügig unterwegs und benötigt mehr Sauerstoff, wird es dann eher zu einem 2-2-Schritt-Rhythmus. Eine solche Kopplung von Atmung und Schritten starr zu verfolgen, wäre aber falsch. Der Körper möchte unbedingt rhythmisch atmen, man muss ihm einfach die Chance dazu geben. Folgende Ansätze helfen weiter, wenn einem die Atmung Sorgen macht:

• Immer durch den Mund ein- und ausatmen. Es wird nie durch die Nase geatmet, auch nicht bei tiefer Intensität.
• In einem langsamen Tempo ins Training einsteigen, die ersten zehn Minuten eine flache Strecke wählen und aufs Sprechen mit Kollegen verzichten, damit ein konstanter Atemrhythmus angepeilt werden kann.
• Sich nicht verbissen auf die Atmung konzentrieren, sondern das Gesicht und den Oberkörper entspannen und die Natur und frische Luft geniessen.

Tritt Seitenstechen auf, so sollte man umgehend die Intensität reduzieren, auf Rhythmuswechsel (flaches Gelände wählen) und Gespräche verzichten. Dies gibt einem die Möglichkeit, etwas bewusster auszuatmen, was gegen das Seitenstechen hilft.

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