Artikel - FIT for LIFE Magazin

Apps für Läufer

Laufend gut informiert

Auch für Läufer gibt es viele gute und nützliche Apps. Die besten im Überblick.

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Vor dem Lauf

SPOTIFY
Sie lassen sich beim Joggen von der passenden Musik motivieren und pushen? Dann haben Sie sich möglicherweise Ihre Lieblings-Songs bereits aufs Smartphone geladen. Allerdings ist das «old school» und auch ziemlich unflexibel, denn an Musik-Streaming-Diensten wie Spotify kommt man heute als Musikläufer nur schwer vorbei – oder passen auf Ihr Smartphone 50 Millionen Songs? Mit Spotify müssen Sie sich keine Gedanken mehr machen, dass Ihnen die passenden Songs ausgehen. Wählen Sie aus vorgefertigten Lauf-Playlisten oder spielen Sie Musik je nach Stimmung ab. Wer Datenvolumen sparen will, kann die Songs vorab Zuhause im WLAN herunterladen.
Kosten: Basisversion kostenlos; 16 Franken pro Monat ohne Werbung und mit Offline-Modus
Prädikat: Der Hit für alle Musikläufer

PUMATRAC
Pumatrac ist eine App, die Läufer kennen sollten. Sie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, man kann damit Läufe aufzeichnen und das Training auswerten. Hier ist die kostenlose App aber aus einem anderen Grund aufgelistet: Pumatrac bietet interessante Aufwärmübungen für Läufer. So können Sie sich zum Beispiel 7 Minuten vor dem Training für ein anständiges Warmup mit der deutschen 400-Meter-Läuferin Alica Schmidt abkapseln oder 10 Minuten in das Thema Verletzungsprophylaxe investieren. Die Übungen werden im Video gezeigt und in deutscher Sprache erklärt. Tipp: Auch andere kurze Crosstraining-Workouts würden Läufern nicht schaden, wenn es um die Rumpfmuskulatur oder Beweglichkeit geht.
Kosten: keine
Prädikat: Enthält viele kleine Goodies für Sportler

Beim Laufen

ANFANGEN ZU LAUFEN
Corona hat dazu geführt, dass viele Menschen den Laufsport für sich neu entdeckt oder wiederentdeckt haben. Mit einem Einstieg von 0 auf 100 ist die Gefahr gross, in eine Verletzung zu stolpern. Für den sanften Laufeinstieg gut geeignet ist die App «Anfangen zu laufen». Sie nutzt keine klassischen Trainingspläne und vermeidet komplizierte Fachbegriffe. Vielmehr orientiert sich die App an simplen Zielen wie 20, 30 oder 40 Minuten am Stück zu laufen. Das wird mit den Einheiten anvisiert, die Gehen und Laufen im Wechsel per App vorgeben. Auch die Bedienung ist absolut einfach gehalten – hier werden Laufanfänger nicht verschreckt.
Kosten: Basisversion kostenlos; Einmalkauf ab 2 Franken schaltet benutzerdefiniertes Training, Gesamtstatistiken und Datensynchronisation frei
Prädikat: Einfach loslegen

STRAVA
Auch wer gern ohne Technik-Gadgets läuft, wird schon über Strava gestolpert sein. Während die meisten Wettkämpfe wegen Corona ausgefallen sind, lief der virtuelle Wettkampf um Strava-Segmente zu Höhenflügen auf. Dabei geht es darum, sich auf bestimmten Streckenabschnitten zu messen und so möglicherweise einen Streckenrekord oder eine Top-Platzierung herauszulaufen (oder herauszufahren). Aber Vorsicht: Auch Profis tummeln sich auf Strava, es ist also keine Schande, wenn man von der vorgelegten Bestzeit ein zünftiges Stück entfernt ist. Strava ist auch ein guter Griff für Läufer, die mit GPS-Uhr trainieren. Die Aufzeichnung der Daten funktioniert dann weiterhin mit den Apps der Uhrenhersteller, etwa Garmin Connect oder Polar Flow. Diese Daten werden dann zu Strava exportiert. Grundsätzlich deckt Strava verschiedene Bereiche ab: Aktivitäten analysieren, sich mit Sportfreunden vernetzen sowie neue Strecken entdecken und sich dort mit anderen messen. Eine nette Abwechslung und auch Motivation, besonders für wettkampffreie Zeiten.
Kosten: Grundversion kostenlos (Aktivitäten aufzeichnen, sich mit Freunden vernetzen); 8 Franken pro Monat für die Planung von Routen, das Antreten in Segmenten, Trainings-Dashboard und Leistungsanalyse
Prädikat: Ein Muss für Daten-Fans und Läufer, die immer im Wettkampfmodus sind

METEOSWISS
Echte Läufer joggen draussen, egal wie gut oder schlecht das Wetter gerade ist, denn sie wissen: Auch im Regen kann die Stimmung wunderschön sein. Starke Gewitter, Hagelschauer oder Stürme sollte man aber besser vermeiden. Oder bei Huddelwetter zumindest passend angezogen sein. Eine gute Wetter-App ist deshalb unerlässlich. Welche Funktionskleidung Sie zum Laufen anziehen sollten, verrät die App MeteoSwiss zwar nicht, dafür alles andere, was rund ums Wetter wichtig ist, inklusive guter Aufbereitung der vorhandenen Daten. Was MeteoSwiss sonst noch kann? Seit kurzem verbreitet die App Alertswiss-Alarmmeldungen. Bei mehr als 20 Millionen Downloads stehen die Chancen gut, dass Sie die App ohnehin schon auf dem Smartphone haben. Ansonsten gilt: Egal ob Läufer oder nicht, diese App sollten Sie nutzen.
Kosten: keine
Prädikat: Für Läufer unverzichtbar, für alle anderen auch

ADIDAS TRAINING (RUNTASTIC)
Natürlich laufen Läufer am liebsten und dies, ohne an zu viele Übungen zu denken. Und dennoch gilt: Wer langfristig mit Freude laufen will, sollte sich auch regelmässig Lauf-ABC, Athletik- und StabiTraining angewöhnen. In der Adidas Training-App gibt es dazu vorgefertigte Video-Trainings von 7 bis 45 Minuten Dauer und mit verschiedenen Schwerpunkten: Sie können Trainingsziele wie Abnehmen, Fit werden, Muskeln aufbauen oder einfach «Gesund bleiben» auswählen. Eine perfekte Ergänzung für Läufer aller Klassen.
Kosten: Basisversion kostenlos; 10 Franken pro Monat für Premium-Mitgliedschaft mit individuellen Trainingsplänen, Story-Running und erweiterten Statistiken
Prädikat: Mehr als Laufen

Zum Schlemmen danach

CODECHECK

Wer beim Einkaufen Schwierigkeiten hat, die passenden Produkte zu finden, kann mit CodeCheck die Inhaltsstoffe prüfen. Dabei müssen Sie nur den Barcode scannen. Die App zeigt dann die Inhaltsstoffe mit einer Nährwertampel an, was aber nicht immer exakt funktioniert (glutenfrei/ glutenhaltig?). Die App gibt auch Tipps, etwa, ob man den Verzehr einschränken sollte und ob es bedenkliche Inhaltsstoffe wie Mikroplastik oder Palmöl gibt. Und sie schlägt alternative Produkte vor. Wenn Sie beispielsweise den Müsliriegel mit zu viel Zucker scannen, werden gesündere Riegel eingeblendet.
Kosten: Basisversion gratis; die Pro-Version für 5 Franken pro Monat kommt ohne Werbung und mit der Möglichkeit, die App offline zu verwenden
Prädikat: Bügelt Fehler in der Ernährung aus

BODYFAST
Intervallfasten ist angesagt, vor allem bei Menschen, die ohne grossen Stress abnehmen wollen und keine Dauerdiät durchhalten. Intervallfasten ist ein interessanter Ansatz, birgt aber auch die Gefahr, dass bei unüberlegtem Einsatz eine Mangelernährung auftritt. Beim Intervallfasten geht es darum, einen Zeitraum pro Tag festzulegen, in dem Sie essen dürfen. Der Rest des Tages wird gefastet. Eine gängige Methode ist zum Beispiel 16:8, als 16 Stunden fasten und 8 Stunden essen. Um das einfacher einzuhalten, holen Sie sich BodyFast auf Ihr Smartphone. Die App definiert verschiedene Stufen nach Belieben und holt Neulinge sowie Fastenprofis gleichermassen ab.
Kosten: Basisversion gratis; 17 Franken pro Monat mit individuellem Ernährungs-Coach
Prädikat: Noch nie war Fasten so einfach zu kontrollieren

Nach dem Lauf

KNIEKONTROLLE
Verletzungen gehören für viele Läufer dazu, bleibt also zu hoffen, dass es keine allzu ernsten Sachen sind, mit denen Sie sich herumschlagen müssen. Ein Arztbesuch ist bei akuten Verletzungen natürlich Pflicht, aber kleine Zipperlein kann man selbst angehen oder per App vorbeugen. Die App «Kniekontrolle» zeigt, wie das fürs Kniegelenk aussehen kann. Durch erprobte Warm-ups können Sie Knieproblemen vorbeugen. Videos, die auch offline gespeichert werden können, zeigen verschiedene Übungen wie einbeinige Kniebeugen, Beckenlift oder Ausfallschritte in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Ergänzt wird das Programm durch Gleichgewichts- und Sprungtests. Nicht nur Einzelsportler können die App einsetzen, sie richtet sich explizit auch an Übungsleiter und Übungsleiterinnen.
Kosten: kostenlos
Prädikat: Vorsorge ist besser als Nachsorge

INSIGHT TIMER
Viele Läufer sind gar nicht auf Bestzeiten aus, sondern drehen ihre Runden als Ausgleich zum stressigen Alltag. Hierfür gibt es auch andere Möglichkeiten. Eine davon ist Meditation, eine sehr wirkungsvolle Methode, die auch das Lauftraining ergänzen kann. Es gibt verschiedene Schwerpunkte in der App, etwa Stressabbau, Schlafverbesserung oder spezielle Meditationen für Eltern. Schon das kostenlose Angebot ist sehr umfangreich. Meditationen gibt es für jedes Zeitbudget, dazu Vorträge zu Achtsamkeitsthemen und Diskussionsgruppen.
Kosten: Basisversion kostenlos; Monatsabo für 10,50 Franken bringt spezielle Kurse, Offline-Funktion und einen verbesserten Player
Prädikat: Herrlich entspannend

Daily Yoga
Läufer müssen nicht unbedingt Yoga machen, aber es passt sehr gut zu unserem Lieblingssport. Yoga empfiehlt sich schon deshalb als einfache Methode, um sich besser entspannen zu können. Der beste Weg für Anfänger führt in ein gutes Yoga-Studio, doch auch Apps können ein solider Einstieg sein. Daily Yoga bietet über 70 abwechslungsreiche Programme. Damit können sich auch erfahrene Yogis die Zeit vertreiben. In gut gemachten Videos werden Sie durch die Yoga-Stunde geleitet, wer sich danach nicht besser fühlt, ist selbst schuld.
Kosten: Basisversion gratis; ab 10,50 Franken pro Monat Zugriff auf alle Pläne und besser aufbereitete Fitnessdaten
Prädikat: Perfekte Ergänzung zum Lauftraining

 

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