Andrea Huser tritt zurück

Nach vier Ermüdungsbrüchen

Kaum eine Schweizerin hat in den letzten Jahren so viele Wettkämpfe in den unterschiedlichsten Ausdauersportarten bestritten. Und keine andere hat dabei so viele Erfolge gefeiert wie Andrea Huser.

Andrea Huser: Sieg am Inferno 2012 (Copyright: Swiss-Image/Remy Steinegger)

In gleich acht verschiedenen Sportarten stand die Allrounderin aus dem Berner Oberland zuoberst auf dem Podest: 2002 gewann sie Gold bei den allerersten Mountainbike-Europameisterschaften. Sie triumphierte beim Gigathlon, beim Inferno-Triathlon und bei den Adventure Race World Series. Sie gewann den StrongMan Run, die Patrouille des Glaciers – und als Langläuferin auch den Gommerlauf. Und mit dem Sieg beim Zürcher Neujahrsmarathon 2009 führte sie kurzzeitig gar die Marathon-Weltrangliste in der Leichtathletik an.
In den letzten Jahren trumpfte die Multisportlerin, die teilzeitlich stets als Pflegefachfrau arbeitete, überdies im Trailrunning auf. 2017 entschied sie die prestigeträchtige Ultra-Trail Word Tour für sich, 2018 gewann sie die Drei-Jahres-Wertung. Das Mammutprogramm mit den vielen anspruchsvollen Läufen über 100 km hat aber Substanz gekostet. In den letzten zwei Jahren erlitt Andrea Huser gleich vier Ermüdungsbrüche. Für die 46-Jährige Grund genug, vom Spitzensport zurückzutreten. «Meine Knochen im linken Beckenbereich scheinen den hohen Trainingsbelastungen nicht mehr standhalten zu können», teilte sie im Herbst 2020 auf Facebook mit. Ihre Leidenschaft in den Bergen möchte sie aber weiter ausleben. «Auf privaten Hochtouren», wie sie sagt.

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