Amerikaner schummelt beim Marathon

Weltbestzeiten dank Abkürzungen

Der US-Amerikaner Frank Meza läuft als 70-Jähriger den Marathon unter drei Stunden. Jetzt wird er als Betrüger entlarvt.

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Sein Fall beschäftigt die Marathon-Community. Der US-Amerikaner Frank Meza läuft als 70-Jähriger den Marathon in 2:53 Stunden – das bedeutet Weltrekord in seiner Altersklasse. Für diese Fabelzeit, ausgewiesen beim Los Angeles und beim Phönix Marathon, erntete Meza viel Applaus, Beachtung und Bewunderung.

Andere Marathonläufer zweifeln allerdings an der Parforceleistung des ehemaligen Arztes. Schliesslich wurde Frank Meza (Bild) bei früheren Marathons schon disqualifiziert, weil er abgekürzt hatte. Also übergaben sie den Fall an Marathon-Detektiv Derek Murphy, ein Finanzanalyst, der sich das Aufspüren von Marathon-Betrügern zum Sport gemacht hat.

Murphy stellte fest, dass Meza alle Zwischenzeitnahmen regulär passiert hat. Mithilfe von Streckenfotos und Videos konnte er aber zeigen, wie der «Rekordläufer» mehrmals vom Strassenrand auf die Strecke rennt. An einer dieser Stellen gibt es eine Verkehrsüberwachungskamera. Spult man den Film zurück, müsste man eigentlich sehen, wie Meza die Strecke verlässt, doch solche Bilder gibt es nicht. Er taucht einfach plötzlich auf. Auf den wenigen Abschnitten, die er nachweislich rannte, war Meza zudem viel langsamer, als er hätte sein müssen, um einen Marathon in 2:53 zu beenden. Die Marathon-Community geisselte Meza hierauf als «Betrüger» und «Blender», den man «bestrafen und von allen Wettbewerben ausschliessen sollte»..

Frank Meza weist derweil alle Anschuldigungen zurück und stellt in Aussicht, beim nächsten Marathon einen Schiedsrichter mitlaufen (oder mitfahren) zu lassen, um zu beweisen, dass er tatsächlich so schnell laufe. Wetten, dass es nie dazu kommen wird?

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