Artikel - FIT for LIFE Magazin

Ärger über Zürich Marathon

Zwang zum Spenden des Startgeldes

«Unfair, ungerecht, beschämend»: Mit solchen Worten werden die Verantwortlichen des Zürich Marathons derzeit auf Social Media gegeisselt.

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Der Grund: Die insgesamt 7422 Läufer(innen), die sich für den diesjährigen Zürich Marathon angemeldet haben, erhalten nach der coronabedingten Absage maximal 30 % des Startgeldes zurück, wie sie in einer Mitteilung des Veranstalters erfuhren. Alternativ dazu könnten sie das Startgeld vollumfänglich spenden zugunsten des Zürich Marathons – dafür erhielten sie bei einer Teilnahme im kommenden Jahr 20 Prozent Rabatt. Viele Angemeldete ärgern sich über diese Rückerstattungspolitik: Das sei «Betrug», eine «riesige Enttäuschung » und «äusserst unangemessen», heisst es in Internetforen. Gleich mehrere halten fest, für sie gebe es «nie wieder Zürich Marathon.»

Die Geprellten verweisen dabei auf die Kulanz anderer grosser Veranstalter. Bei vielen Läufen, die heuer wegen Corona ebenfalls abgesagt werden mussten, ist das gesamte Startgeld auf die nächstjährige Durchführung übertragen worden. So beispielsweise beim GP Bern, Swiss City Marathon Lucerne, Frauenlauf, Jungfrau-Marathon. Die Veranstalter des Zürich Marathons, die Event-Agentur Human Sports Management, die sich auf die Vermarktung und Durchführung von Breitensportanlässen spezialisiert hat, erachten eine Rückvergütung von 30 % des Startgeldes hingegen als «grosszügig». Denn das Reglement sehe im Fall einer Absage wegen höherer Gewalt «gar keine Rückerstattung» vor. Eine Haltung, die Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz, als «sehr dreist und rechtlich unkorrekt» bezeichnet. «Die Organisatoren verheimlichen, dass sie den gesamten Betrag zurückerstatten könnten.» Fortsetzung folgt.

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