‘Leichtathletik’
Leichtathletik WM Berlin 2009 – 2. Bericht
von Christian Binner
Von unfähigen Hammerwerfern, «Quoten-Europäerinnen» und «Berlino»
Nachdem ich am Freitag nach Spuren der WM in der Stadt gesucht habe, war ich gestern direkt vor Ort: im Olympiastadion. Zuerst stand eine Führung durch den gesamten Hintergrundbereich des Stadions an. Damit das alles schön weltläufig klingt, lief das unter dem Titel: «Behind the Scenes».
Es gab viel nackten Beton, ca. 1 Million km Kabel und mindestens noch 10mal mehr Personen mit ganz wichtigen Schildern um den Hals. Jetzt weiss ich auch, woher die Zuschauerzahlen der Veranstalter kommen. Man zählt einfach alles mit, was irgendwie «im» Stadion ist. Dann klappt es schon mit dem «Ausverkauft». Davon konnte während der Veranstaltung auf den Zuschauertribünen keine Rede sein. Wohlwollend geschätzt: halbvoll.
Aber es gab ja was zu sehen. Hammerwerfen zum Beispiel. Schade nur, dass die Deutschen Werfer ihre Arbeitsgeräte lieber in das Netz warfen als auf den Rasen. Wäre das Fussball, hätten wir 6:0 gewonnen, so blieb es bei Platz 5 und 6.
Leichtathletik WM 2009 in Berlin – 1. Bericht
von Christian BinnerWas bekommt man als Berliner im Vorfeld von der WM mit?
Schon beim morgendlichen Aufschlagen der Tageszeitung stellte ich fest, dass die Sportseite die Wirtschaftsseite überholt hat. Na wenn das kein guter Start ist!
Darin warnt die Verkehrsenatorin vor dem «Kreuzen der Wettkampfstrecken». Was bedeutet, dass mal wieder viele Strassen in der Innenstadt gesperrt werden. Sonst ist das Thema Doping sehr präsent in den Medien.
Aber ich frage mal in meinem angestammten Café nach, was meine Nachbarn so von der WM in Berlin halten. «Watn für ne WM?» Also gut, ich muss wohl doch meinen Kiez verlassen und begebe mich auf die Suche nach der WM in Richtung Innenstadt. weiter lesen







