Trailrun Verbier – Bericht von Peter Züger

Redaktion FIT for LIFE

Peter ZügerSchlaraffenland in Verbier

Peter Züger hat am Trailrun Verbier 2010 teilgenommen. Als Trailrunning-Novize hatte er dabei fast alles souverän im Griff und liess sich auch von erfahrenen Trailrunnern nicht aus dem Konzept bringen.

Den ganzen Tag essen und trinken, so viel man mag, mit wunderbarem Ausblick auf die Walliser Berge! Könnte man meinen… Ganz so war es dann aber nicht. Nach trotz schlechtem Wetter guter Vorbereitung an Pilatus und Rigi fühlte ich mich bereit, am «Trail Verbier-St-Bernard» in die Trailrunning-Szene einzutauchen. So als Neuling hatte ich mich für die «kurze» Variante («Traversée») entschieden.

Peter-ZügerBei wunderbarem Sonnenschein brachte uns ein Kleinbus an den Start in La Fouly. Die bis zum Start noch verbleibende Zeit von rund einer Stunde gab mir Gelegenheit, die Ausrüstung der anderen Teilnehmer zu studieren: Kompressionskleider sind sehr verbreitet, Bänder um Kniegelenke sollen wohl die Knochen beim Runterrennen zusammenhalten, Bidoninstallationen auf Mundhöhe das Trinken unter allen Bedingungen ermöglichen.

Nach dem Startschuss setzte sich die Karawane langsam in Bewegung. Entgegen meinem Vorsatz konnte ich es nicht lassen, mal mit Joggen, statt mit zügigem Laufen zu beginnen. Dabei war ich auch froh, musste ich keine Stöcke tragen. Zügig wurden die ersten Höhenmeter «gefressen». Bald schon sorgten die ersten Gewitterschauer für drastische Abkühlung.

Gelacht wie im Kindergarten wurde dann während der schnellen «Abfahrt» auf einem 400 m langen Schneefeld. Zum Glück wurde die horrend schnelle Rutschpartie durch keinen im Schnee versteckten Stein unterbrochen. Da wäre einem dann das Lachen sehr schnell vergangen. Die Pause in Bourg St. Pierre konnte ich noch in guter Form geniessen, bestens betreut von meiner Frau. Weiter ging es in Richtung Col de Mille. Mehr und mehr wurde mir klar, wieso so viele Teilnehmer Stöcke dabei haben. Die Höhenmeter purzelten schon merklich zäher und auch beim Abstieg wurde ich von vielen «Downhill-Spezialisten» überholt.

Bei der Rast in Lourtier versuchte ich zu verstecken, dass die Batterien leer waren, was mir aber nicht gut gelang. Der Kaffee zeigte nur auf den ersten Steigungsmetern seine Wirkung und ich musste im «ersten» Gang hochkriechen, um La Chaux aus der Nähe zu sehen. Die hier verlorene Zeit führte dann auch dazu, dass ich noch die Erfahrung des Abstiegs im Wald mit Stirnlampe machen durfte.

Nun, ich bin eingetaucht in die Trailrunner-Szene und es hat mir gefallen! Der eine oder andere Anfängerfehler lässt sich beim nächsten Trailrunning-Anlass sicher vermeiden…

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