Unterwegs auf Velo-Trekking im Jura

Sonja Schnider

Erlebnisreiche Ferienwoche im Sattel

Ab gings in unseren einwöchigen Urlaub. Diesmal haben mein Freund René und ich uns auf eine neue Art von Ferien, auf aktive Erholung geeinigt. Fünf Tage Trekking-Velotour von zu Hause aus (Erlinsbach/AG) in Richtung Westschweiz stand auf dem Plan. Unsere beiden Velos der Marke Cresta (Vento und Sfera), wurden vorgängig noch so richtig trekking-tauglich bereitgestellt. Beide erhielten vorne zwei Ortlieb-Taschen. Diese wurden mit den notwendigsten Utensilien bepackt. Renés Modell «Sfera» ist absolut das Richtige für Trekking-Fahrten. Mein Modell «Vento» hingegen kam auf den Prüfstand. Normalerweise fahre ich täglich mit ihm zur Arbeit, es ist so ein richtiger City-Hopper, man sitzt wie auf einem Holländer.

Sonja

1. Tag: Erlinsbach – Olten – Balsthal – Klus – Welschenrohr – Delémont
Die Radrouten von Veloland Schweiz waren bereits ab Olten sehr gut beschildert. Da konnten wir von Beginn weg die tollen Wege sowie Landschaft absolut geniessen. Der Weg nach Delémont war mit ganz kleinen Auf- und Abs gerade richtig fürs Einfahren. Einen kleinen Zwischenhalt zum Kaffee durfte natürlich nicht fehlen. Ab Welschenrohr wussten wir bereits, wir fahren dem «Rösti-Graben» deutlich entgegen. Die Anfahrt machte uns beiden mächtig Spass. In Delémont eingetroffen, gings auf die Hotelsuche. Nach zwei Anfragen, he ja natürlich bereits auf franzöisisch oder eher français fédéral, fanden wir Platz in einem Motel mit sehr sympathischem Empfang. Da bleiben wir für eine Nacht.

Jura

2. Tag: Les Rangier – Col de la Croix – Seleute – St. Ursanne
Der geplante nächste Tag war von der Distanz her, kurz aber deftig, sagte mir René schon vorgängig. Konnte mir darunter nicht viel vorstellen. Aber der Jura hats wahrhaftig in sich! Es war für uns beide eine neue Herausforderung, einerseits mit dem Trekking-Velo und meiner aufrechten Haltung sowie dem Zusatzgepäck Steigungen zu bewältigen. In St. Ursanne wollte ich auf jeden Fall über Nacht bleiben. Zwischendurch biss ich fast in den Lenker. Bitter wurde es vor allem, wenn man tatsächlich merkt, dass leider kein kleineren Gang mehr zur Verfügung steht. Geschafft ! René hatte mächtig Freude. Mit grossem Erstaunen meinte er nach der Tagestour: «Chapeau», denn beim Erklimmen des Col de la Croix hätte er zumindest ein kleines Murren oder sogar eine kurze Motzerei erwartet… nein nichts, absolut nichts dergleichen traf ein!

Schild3. Tag: St. Ursanne – Saignelégier – Mont Soleil – La Chaux-de-Fonds
Der Weg nach La Chaux-de-Fonds betiteln wir beide rückblickend als die schönste und attraktivste Etappe. Kaum aus dem Ort St. Ursanne, war der Blick auf eine Tafel gerichtet: 9 km bergauf und 540 Hm. Ja klar, das machen wir. Noch den Kissenabdruck an der Stirn, gings im gemächlichen Tempo empor. Diese Route war der Hit. Eine klar schweisstreibende Angelegenheit. Aber was wollten wir mehr, als bei Sonnenschein den ausgeschilderten Rad-Weg entlang strampeln, dies in Begleitung von absoluter Ruhe? Die Wege in der West-Schweiz waren mit Beton-Platten versehen. Diese sind sehr gut zu fahren. Auf der Höhe gings zwischen Wald und weiten Feldern hindurch! Ein Erlebnis war das! Wir hätten nie gedacht, so eine Atmosphäre und Stimmung mit dem Trekking-Velo anzutreffen. Kein Auto, keine Menschen, Naturgelände-Weg. Mitten hindurch von Weiden zwischen Kuh und Pferd und natürlich Waldpartikel! Auch ein richtiger Bike-Weg hielt uns von der Weiterfahrt nicht ab. Der Gewitter-Regen hinterliess feuchte und nasse Zonen. Jetzt wurden unsere Cresta-Velos aufs Letzte getestet und doch auch mal richtig schmutzig! Übernachtung mitten in der Stadt La-Chaux-de-Fonds.

Pferdeweide

4. Tag: La Chaux-de-Fonds – Vue des Alpes – Neuchâtel – Marin – Erlach – Ipsach
Quer durch La Chaux-de-Fonds inmitten des Verkehrs, lotste uns der markierte Rad-Weg schlussendlich hinaus aus der Stadt. Wir haben uns heute den höchsten Teil zum Dessert geschenkt. Vue-des-Alpes, Langlauf-Mekka der Westschweiz! War irgendwie verrückt, die verschiedenen Tafeln von Langlauf-Loipen und Ski-Lift anzutreffen, dies bei absolut warmen Temperaturen und Träger-T-Shirt! Der Blickfang war der Neuenburger-See. Aus der Höhe war er zum Greifen nah! Von da an gings runter – nur runter! Wir fuhren die Rest-Strecke am See entlang bei Neuchâtel – Marin vorbei und hielten uns in Richtung Biel. In Ipsach quartierten wir uns das letzte Mal im Hotel ein und genossen wie jeden Abend ein «Fyyrabe-Bierli».

5. Tag: Ispach – Solothurn – Olten wieder nach Erlinsbach

Fazit unserer Fünftages-Route: Die Cresta-Velos waren hervorragende Begleiter. Auf ein Neues! Es riecht nach mehr! Das nächste Mal darf René die Strecke vorgeben.

Cresta Velos

Cresta Modelle Sfera und Vento

Die beiden erwähnten Cresta-Velos sind wie folgt erhältlich: Vento DD für 1498.-, Sfera LX mit Scheibenbremse 2398.-, ohne Scheibenbremsen 2098.- Alle Infos auf www.cresta-swiss-bike.ch

Schlagworte:

Kommentare

Ein Kommentar zu “Unterwegs auf Velo-Trekking im Jura”
Sandra Leutwyler 15.7.2010 20:20 Uhr

Juhuiii Söneli, ganz e coole Reise-Brecht vo der!! Dankeschön, gäu! :-)
Decke Schmödu vom Sändu

Kommentar schreiben