Ironman Switzerland Zürich

Redaktion FIT for LIFE

«Es haben alle die gleiche Chance»

Dieses Wochenende ist es wieder soweit, zum 14. Mal startet der Ironman Switzerland in Zürich. 2’222 Athletinnen und Athleten stürzen sich am Sonntagmorgen in den Zürichsee, um einen Wettkampf zu bestreiten, der sie an ihre Grenzen und manch einen wohl auch darüber hinaus bringen wird. An der Spitze präsentiert sich bei den Männern das gleiche Schweizer Favoritentrio wie schon in früheren Jahren. Lokalmatador Ronnie Schildknecht aus dem ewz power team wird versuchen, in Zürich seinen vierten Ironman-Erfolg zu realisieren.

Ronnie Schildknecht by IRONMAN CH

Der 30-jährige Thalwiler dominiert sein Heimrennen wie kein Zweiter und gewann die letzten drei Austragungen in Folge. Schildknecht selbst bleibt jedoch mit beiden Beinen auf dem Boden und meint: «Es haben alle die gleich Chance». Gemeint sind damit in erster Linie seine härtesten Konkurrenten Mathias Hecht und Stefan Riesen sowie der Deutsche Torsten Abel und der Franzose Romain Guilaume.

Interessant an der Ausgangslage: Während sich Schildknecht erst noch für das ganz grosse Saisonziel Hawaii qualifizieren muss, hat Mathias Hecht mit einem zweiten Platz beim Ironman Südafrika sein Hawaii-Ticket bereits in der Tasche und kann ohne Druck in Zürich Vollgas geben. Interessant dürfte daher die Taktik sein, welche die beiden Favoriten wählen.

Mathias Hecht möchte den Ironman im eigenen Land unbedingt einmal gewinnen und stellt daher den Sieg über alles («Podestplätze hatte ich in meiner Karriere schon genug»). Als guter Schwimmer wird er mit grosser Wahrscheinlichkeit vor Ronnie Schildknecht aus dem Wasser steigen und dann spontan entscheiden, wie seine Renntaktik aussehen wird (je nachdem, wer sich ebenfalls in der Spitzengruppe befindet). Hecht prognostiziert aber auf jeden Fall ein schnelles Rennen: «Ich denke der Sieger wird automatisch den Streckenrekord angreifen.»

Mathias Hecht

Wenig taktischen Spielraum hat Stefan Riesen, der sympathische Berner, der immer für eine Überraschung gut ist. Er wird als mässiger Schwimmer mit Verspätung aus dem Zürichsee steigen und dann wie meist auf dem Rad den Turbo zu zünden versuchen, um so bald wie möglich wieder den Anschluss zu finden. Riesen hat sich für den Ironman viel vorgenommen, nach seinem 3-wöchigen Höhentraining in Davos fühlt er sich fit und er will am Sonntag wie Schildknecht ebenfalls um einen Startplatz in Hawaii kämpfen.

Eine weitere – zumindest aus Schweizer Sicht – «alte» Bekannte ist auch bei den Frauen am Start. Nach einer längeren Pause und einem Abstecher in den Profiradsport startet Karin Thürig am Sonntag wieder einmal am Ironman Switzerland. Das grösste Handicap von Thürig ist nach wie vor das Schwimmen. Aus Zeitgründen konzentrierte sie sich in der Vorbereitung bewusst aufs Laufen und hofft, dass sie im Radfahren mit ihrer langen Erfahrung punkten kann. Infos und Live-Übertragung des Ironman unter www.ironman.ch

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