Dank Marathon zum Neuanfang
Roger Gysi
Aktion «Abnehmen» gipfelte im Swiss Alpine K42
Neulich erreichte mich eine Mail, dass ich zum Lucerne Marathon bloggen darf. Ich freute mich ungemein darauf, in die Tasten zu hauen und meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Nach einer Stunde und einem leeren Word Dokument kam ich zum Entschluss, dass laufen doch einfacher ist als schreiben. Dabei dachte ich an meinen ersten Marathon zurück und stellte mit einem Schmunzeln gewisse Paralellen fest, das könnte doch ein Anfang sein…
Da stehe ich nun, an derselben Stelle wie vor 8 Jahren. Am Start, nervös und voller Unwissen, aber mit dem Drang das Beste zu geben. Damals war es mein erster Start beim Swiss Alpine K42, heute ist es mein erster Blog zum Lucerne Marathon, na dann: «Grind abe und seckle».
Bumm, das war der Startschuss zum Swiss Alpine K42: Auf was habe ich mich da eingelassen? Pulskontrolle? Lauferfahrung? Kenntnisse der Strecke? Die Vorbereitung war meiner Meinung nach top. Denke ich heute zurück, war es ein Segen, dass ich das Ziel noch bei Tageslicht erreicht habe und nicht von einem verlaufenen italienischen Bären gefressen wurde. Ich hatte null Lauferfahrung und keinen Schimmer von Wettkampfvorbereitung. Ich wusste, es sind 42.2 Km und ein wenig Höhenmeter über die Berge bei Davos. Das Hauptziel der Aktion war ohnehin schon erreicht, konnte ich doch mein Gewicht wie geplant seit dem Neujahr von 89 auf 72 Kg verringern und mit dem Swiss Alpine der Aktion ein Ende setzen, dachte ich.
Da ich mögliche Aspiranten nicht abschrecken möchte, erspare ich mir die Details zum Lauf selbst und komme zum wesentlichen Teil, der auch verantwortlich dafür ist, dass ich heute diesen Text schreibe und die Motivation für meine Teilnahme beim Lucerene Marathon 2010 versinnbildlicht.
Genau 5 Stunden 44 sind seit dem Startschuss vergangen, ich laufe von Krämpfen geplagt ins Leichtathletik Stadion von Davos ein. Was ist denn da los? Da stehen Leute, die applaudieren und allen Athleten zujubeln, ich kenne sie nicht! Doch sie jubeln mir zu und feuern mich an, obwohl die ersten Läufer seit 2 Stunden geduscht und beim wohlverdienten Bier sind. Es sind noch 200 m bis zum Ziel und ich fühle mich, als ob vor mir noch keiner ins Ziel gelaufen wäre. Raum und Zeit verschmelzen, alles läuft wie in Zeitlupe. Ich realisiere, was ich soeben erreicht habe, reisse die Arme hoch, schreie ein lautes Yiiipeee raus, winke den Zuschauern zu und passiere mit einem Schlusssprint die Ziellinie. In dem Moment kommen all die Emotionen hoch, das Training, der Lauf, das Leiden und die Freude. Was ist mit mir geschehen?
«Wenn du laufen willst, lauf eine Meile. Wenn du ein neues Leben kennenlernen willst, dann lauf Marathon.» Emil Zatopek. Ich kenne den Satz seit ca. 2 Jahren, aber er passte genau in diesen Moment. Und genau das ist geschehen. Der unbeschreibliche Eindruck beim Zieleinlauf zum Ende der Aktion «Abnehmen» wurde ein Neuanfang, der heute für diesen Blogg und den Grund weshalb ich Laufe steht.
Doch über was soll ich bloggen? Über Trainingspläne und dergleichen steht ja genügend geschrieben, dazu gibt es auch professionelle Autoren. So habe ich mich entschlossen den Mythos Marathon von einer anderen, nicht technisch behafteten Seite aus zu betrachten. Von der Seite derer, die einen Marathon erst ausmachen. Yep, Ihr seid gemeint, die Läufer. An einem Marathon laufen hunderte Geschichten und diverse Lauftypen mit, da sollte mir der Schreibstoff nicht so schnell ausgehen. So versuche ich euch mit lustigen, angriffigen und kritischen Blogs die Angst vor dem ersten Marathon zu nehmen oder wenn es nicht der erste ist, euch die Zeit bis zum Lucerne Marathon zu verkürzen. Allen anderen wünsche ich einen schönen Lesespass.
Als Ziel, habe ich mir folgendes gesetzt. Wenn ich es erreichen kann, dass durch meinen Blog auch nur ein Läufer dazu motiviert wird, sich zum Lucerne Marathon anzumelden und derjenige dann mit dem gleichen Gefühl wie ich oben beschrieben habe über die Ziellinie Läuft, ist es für mich eine gelungene Aktion. PS zum Schluss: Laufen müsst Ihr sinnesgemäss die 42.2 Km jedoch selbst!

Schlagworte: Lucerne Marathon









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Nicht so bescheiden; 5:44 ist doch eine gute Zeit für diesen Bergmarathon? Wie lange die Ersten zum Zeitpunkt Deines Zieleinlaufes schon beim Bier waren, ist irrelevant und darum geht es ja letztlich (wie Du selber schreibst); lauft und habt Spass dabei, gelle. DAS ist meine Motivation bei jedem Lauf…
)) Viel Spass schon jetzt allen Teilnehmer(innen)